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Zurück in die Normalität

Thai Nationalmannschaft Thailand vs Australien (2011)

Thailand vs Australien (2011)
Bild: © thai-fussball.com

Das Spiel gegen Australien am Dienstag dieser Woche ist eigentlich eines, das es zu gewinnen gilt. Weil man mit dem Rücken zur Wand steht. Eigentlich. Denn eigentlich war die Partie gegen den Irak im vor 4 Wochen jene, die es zu gewinnen galt. Ja es war gar jene, die bei der man vom Papier her, endlich den ersten Punkt in der 3. Runde der WM-Qualifikation hätte holen müssen.

Doch es kam bekanntlich anders und Thailand ging sang- und klanglos mit 4:0 in Teheran unter. Trainer Kiatisuk starte gegen den Irak mit der gleichen Elf wie schon zuvor gegen die Emirate. Dabei hatten gerade in dieser Partie die Einwechslungen von Oldie Chanabut und Youngster Siroch Chattong für viel Schwung und dafür gesorgt, dass Thailand starke restliche 30 Minuten ablieferte.

Doch gegen den Irak setze Senamuang erneut auf die formschwachen Außen Kroekrit Thaweekarn und Mongkol Tossakrai und rannte damit geradewegs ins Verderben.

Nun also die schwere Partie gegen den amtierenden Asienmeister Australien. Diese wird aufgrund der Umstände und Rahmenbedingungen zweifellos eine Besondere. Weshalb auch niemand so recht weiss, wie man sie einordnen soll. Natürlich gibt man sich im Lager der Thais kämpferisch. Vor allem will man für den kürzlich verstorbenen König spielen. Und gewinnen. Andererseits, wie schwer wiegt das Ableben des Monarchen noch in den Köpfen der Spieler? Sie sind Profis ja, aber sie sind auch Thais und Menschen, denen jener sehr viel bedeutet hat.

Die ersten 30 Tage der angeordneten Trauer sind gerade vorüber und der Verband hat nun auch erlaubt, dass die Fans im Stadion, ihr Team anfeuern können. So wie früher auch. Doch werden sie es können? Wie werden sich die Fans verhalten? Wird es ein farbenfrohes, lautes Spektakel wie in der Vergangenheit, oder werden die Fans doch eher zurückhalten agieren? Auch das dürfte eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.

Nach dem Tod des Königs und dem abrupten Ende der Liga ist es schließlich auch das erste größere Fußballmatch, dass in Thailand vor breiter Öffentlichkeit ausgetragen wird. Und dann ist da noch der Suzuki Cup. Der wirft nicht nur schon seine Schatten, der steht quasi schon vor Tür. Nur vier Tage nach dem Spiel gegen Australien, am 19. November, bestreitet der Titelverteidiger auf den Philippinen seine Eröffnungspartie gegen Indonisien. Natürlich möchte Thailand seinen Titel verteidigen, und mit einem Gewinn alleiniger Rekordsieger werden. Und klar, für den verstorbenen König, möchte man auch Spielen.

Was das sportlich betrifft, so konnte Kiatisuk Senamuang durch den vorzeitigen Abbruch des Ligabetriebs, seine Mannschaft für 19 Tage im Trainingslager zusammenziehen. Und anders als ursprünglich geplant hatten seine Spieler dadurch auch eine größere Ruhepause. Der Kader für den Suzuki Cup wird sich daher auch kaum von dem unterscheiden, der am Dienstag gegen die Socceroos auflaufen wird.

Bei den Personalien fällt auf, dass kein Spieler von Bangkok United dabei ist. Weder Wichaya Dechmitr, noch Mika Chunuonsee befinden sich in der Elf. Ebenso verzichtet der Cheftrainer auf Tana Chanabut und Narubadin Weerawatnodom. Ansonsten ist die Mannschaft eigentlich komplett beisammen und, ähnlich wie gegen Japan, wird es um Schadensbegrenzung gehen.

Die Australier, die zuletzt während der letzten WM-Qualifikation auf Thailand trafen, treten zwar ohne Superstar Tim Cahill an. Dafür aber mit drei Spielern aus der Bundesliga. Namentlich sind das Miloš Degenek (1860 München), Mathew Leckie (Ingolstadt) und Robbie Kruse (Bayer 04).

Die letzten beiden Aufeinandertreffen verliefen jeweils knapp und auf beiden Seiten standen sich mit Winfried Schäfer und Holger Osieck an der Seitenlinie gegenüber. Osieck wurde inzwischen von Ange Postecoglou beerbt und der Spielstil der Australier hat sich mit dem gebürtigen Griechen auch verändert. Weg von Hoch und Weit unter dem Deutschen, hin zu einem modernem Spielstil. Dreh und Angelpunkt im Mittelfeld der Australier ist dabei Tom Rogic, der bei Celtic unter Vertrag steht, und aktuell gegen die Borussia aus Mönchengladbach in der Champions League zu beobachten war.

Anders als ursprünglich zu erwarten war, und den Umständen geschuldet, ist die Partie nicht ausverkauft und es dürfte noch Karten an den Tageskassen geben. Wer es nicht live im Stadion verflogen kann, dem sei Kanal 7 oder der You-Tube-Kanal der AFC ans Herz gelegt.
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