Language:

  

Worawi des Anwalts Liebling

Thailändischer Verband

Worawi Makudi
© thai-fussball.de

Thailands Verbandspräsident sieht sich aktuell erneut Anschuldigungen gegen seine Person ausgesetzt. Diesmal geht es um die Bauten im Rahmen des von der FIFA finanzierten Goal Projekts im Wert von 860.000 US Dollar. Als Schuldigen hat Worawi die westliche Presse, allen voran Jesse Fink ausfindig gemacht. 

Die Anschuldigungen und Verdachte gegen Verbandspräsident Worawi Makudi hinsichtlich der Ausnutzung seines Amtes als FIFA-Funktionär nehmen kein Ende. Jetzt geht es um die Grundstücke in Nong Jork, welche ihm persönlich gehören. Nong Jork befindet sich gut 40 km nordöstlich des Stadtzentrums von  Bangkok, mitten im Nichts. Dort sind aus Mitteln des FIFA Goal Projekts Trainingsplätze für die Nationalmannschaften entstanden. Verwaltungsgebäude des Verbandes (Hauptsitz) sollen dort ebenfalls entstehen. Dies alles in unmittelbarer Umgebung des Nong -Jork-Stadions.

Bis Mitte 2010 diente es BEC-Tero als Heimstätte. Dies verwundert nicht weiter, wurde der Klub doch einst von Worawi Makudi gegründet. Sein heutiger FAT Generalsekretär, Kosinkar Ong-Arj, war in früheren Tagen auch der Manager des Vereins.

Ironischerweise werden aber diese Einrichtungen kaum genutzt. Die FAT, ebenso wie die TPL (Worawi ist Mehrheitseigner), hat ihren Sitz im Suphachalasai-Stadion mitten in Bangkok. Trainings der Nationalmannschaften finden im LEO-Stadion, in Hua Mak (einschließlich dem Rajamangala) oder dem Suphachalsasai statt.

An dem von uns voran gestellten ist zunächst sicher nichts Verwerfliches zu finden bis auf den Fakt, dass eben jene Anlagen dem Verband übertragen werden müssen, wenn Sie aus Mitteln der FIFA bestritten worden sind. Den Stein ins Rollen brachte offensichtlich ein Artikel der Schweizer Handelszeitung vom 27. August 2011. Demnach sollen der Zeitung, und später auch Sky in England, Dokumente vorliegen aus denen eindeutig hervorgeht dass die Grundstücke immer noch Worawi Makudi gehören. Ebenfalls erwähnt in dem Artikel, Katar soll eine seiner Aspire Akademien in Thailand errichten, natürlich in Nong Jork, nebst einem Hotel. Alles im Zuge der WM-Vergabe an das Emirat versteht sich. Da in diesem Falle nur eine Einzelperson davon profitieren würde, Makudi, und dies dann gegen die FIFA "Rules of Conduct" verstößt, sah sich der Weltverband bemüßigt dem nachzugehen. Worawi wurde aufgefordert, hinsichtlich des Grundstücksbesitzes Stellung zu nehmen. Sollten sich Unregelmäßigkeiten herausstellen, würde die FIFA dies an seine Ethikkommission weiterleiten.

Während in Deutschland zumeist vorgefertigte Agenturmeldungen darüber berichteten, schoss sich die englische Presse geradezu darauf ein. Guardian, Telegraph, ESPN, Sky um nur einige zu nennen. Von wem die Dokumente Stammen welche der Handelszeitung vorliegen wissen wir nicht. Die Unterlagen welche aber Sky vorliegen stammen von Jesse Fink. Fink ist ein australischer Investigativjournalist, welcher gerade in der jüngsten Vergangenheit öfters über Fehltritte Makudis berichtete. In Deutschland fällt dies übrigens Jens Weinreich zu.

Die Reaktion Makudis? Viel wie üblich aus. Auf einer Pressekonferenz am vergangenen Wochenende beschuldigte er die westlichen Medien, Schmutz auf seinen Namen zu werfen. Er sei sich keiner Schuld bewusst. Die FIFA habe bereits seine Antwort, obwohl diese nichts davon weis, und alles würde mit rechten Dingen zu gehen. Er werde gegen die "westliche Presse" nun gerichtliche Schritte, auch gegen Fink, wie dieser selbst schrieb, einleiten. Kommt einem bekannt vor? Nun in der Tat. Denn geht es nach Worawi haben seine Anwälte alle Hände voll zu tun. Oder doch nicht?

Zunächst waren da die Anschuldigungen von Lord Triesman vor wenigen Monaten. Dieser beschuldigte Worawi von ihm die TV-Rechte für ein Länderspiel zwischen Thailand und England im Sommer diesen Jahres gefordert zu haben. Im Gegenzug wollte sich der thailändische Verbandspräsident bei der Stimmenvergabe für die WM-2018 gewogen zeigen. Wie wir wissen, platzte am Ende alles. England bekam nicht seine WM und Thailand nicht sein Länderspiel. Nachdem Lord Triesman mit den Anschuldigungen an die Öffentlichkeit trat, sagte Worawi er würde den ehemaligen englischen FA Präsidenten verklagen. Was wurde daraus? Keiner weiss es.

Thailands U-23 verlor die Olympiaqualifikation gegen Palästina am grünen Tisch. Ein nicht spielberechtigter Spieler wurde eingesetzt und obwohl die U-23 sportlich die nächste Runde erreichte wurde der Sieg den Palästinensern zugesprochen. Worawi wollte vor der CAS in Lausanne klagen. Hat er wirklich geklagt? Keiner weiß es.

Die thailändische Zeitschrift "Hot Spot" deckte kürzlich auf, dass er bei der WM-2010 Tickets mit seinem Namen darauf verkauft haben soll. Dumm, dass sie beim Verkauf einem thailändischen Pärchen in die Hände fielen. Worawi's Reaktion? Er verklagte die Zeitschrift auf 10 Mio Baht. Hat er wirklich geklagt? Keiner weiß es.

Die Fehltritte Worawis oder das Aufdecken derer, scheinen sich zu häufen. Gegenbeweise hat er bisher keine geliefert auch nicht am Wochenende. Stattdessen schickt er seine Anwälte in das Rennen und schiebt die Schuld anderen zu. So haben diese Woche nicht zu unrecht der Manager des FC Chonburi, Annop Singtothong, als auch die thailändische Tageszeitung "The Nation" endlich Beweise gefordert, für sein korrektes Verhalten.
Impressum  |   Nutzungsbedingungen  |   Datenschutz

CSS Template by webjestic angepasst durch Marko Pohl für thai-fussball.com

Alle Logos und Warenzeichen auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und Lizenzhalter.
Im übrigen gilt Haftungsausschluss. Weitere Details finden Sie im Impressum.
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2009 - 2018 by Thai Fussball | seit 2009