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WM-Quali: Zeit für den ersten Punkt?

Thai Nationalmannschaft Omar Abdulrahman

Lockenkopf Omar Abdulrahman
Bild: © Z1024 (CC BY-SA 4.0)

Nach den beiden Niederlagen gegen Saudi-Arabien und Japan im September gilt es für Thailand in den nächsten beiden Spielen der WM-Qualifikation den ersten Punkt zu holen. Und zwar in der Partie gegen den Irak.

Doch bevor es am 11. Oktober, wie schon in der 2. Runde der Qualifikation gegen den Irak geht, steht am 6. Oktober das schwere Auswärtsspiel gegen die Emirate auf dem Plan. Die Emirate haben zwar im Gegensatz zu Japan keinen einzigen Legionär im Kader, dafür trennen beide aber auch nur mal eben 10 Plätze in der FIFA-Weltrangliste. Die Mannschaft um Trainer Mahdi Ali, der bereits seit 2012 im Amt ist, besteht aktuell zum Großteil aus Spielern von Al-Ahli und Al-Ain.

Um hier den zu erwartenden Unterschied zwischen den Emiraten und Thailand noch einmal anders zu verdeutlichen, kann man das auch auf Klubebene herunterbrechen. Al-Ain steht mit einem Bein im Finale der Champions League und stellt mit 10 Spielern die Mehrheit des Kaders. Auf der anderen Seite stellt Muang Thong United mit 9 Spielern den Löwenanteil an Kitisuks-Elf. Und das letzte Mal, dass sich ein Klub aus Thailand im Finale der Champions League wiederfand, war 2003. BEC-Tero war das. Damals im Finale gegen, eben.... Al-Ain.

Dreh und Angelpunkt im Spiel des Gastgebers ist der 25 Jahre alte Omar Abdulrahman. Der 55-fache Nationalspieler gilt als einer der Superstars im asiatischen Fussball und wurde 2015 dritter bei der Wahl zum Fussballer des Jahres. Nicht wenige tippen darauf, dass es Abdulrahman in wenigen Wochen auf den Thron schaffen wird. Will Thailand auch nur den Hauch einer Chance gegen die Emirate haben, gilt es ihn auszuschalten. Am besten noch, Abdulrahman erwischt einen eher gebrauchten Tag. Aber auch die beiden Spitzen im Kader, Ahmed Khalil und Ali Mabkhout, können sich sehen lassen. Beide zusammen konnten bisher 72 Treffer für den dritten der Asienmeisterschaft 2015 erzielen.

Für die Gäste aus Thailand wird es vor allem darum gehen, eine zu erwartende Niederlage, so niedrig wie möglich zu halten. Wenngleich die offiziellen Töne aus dem Lager der Thais natürlich verhalten optimistisch und kämpferisch sind. Klar, sonst bräuchte man auch gar nicht erst antreten. Um das zu erreichen, muss Thailand eine mindestens ebenso disziplinierte und konzentrierte Leistung auf den Rasen legen wie im Auswärtsspiel gegen Saudi-Arabien. Mit einem Auftreten wie gegen Japan, das einem Spiel zwischen Junioren und Senioren glich, ist man den Untergang geweiht. Das Partie nur 0:2 für die Samurai ausging, war am Ende nur der schlechten Chancenauswertung zu verdanken.

Allerdings, und das ist die gute Nachricht, kann die thailändische Elf im Mittelfeld wieder auf Sarach Yooyen und Sanrawat Dechmitr zurückgreifen. Yooyen musste gegen Japan wegen seiner Gelb-Rot-Sperre aussetzen, Dechmitr verpasste die ersten beiden Spiele wegen einer "Verletzung".

Sieht man von dem Langzeitverletzten Adisak Kraisorn, und dem kurzfristigen Ausfall von Mika Chunuonsee ab, hat Trainer Kiatisuk Senmauang bis auf Weiteres zunächst mal gegen die Emirate, seine beste Mannschaft am Start.

Siggie Held

Thailand Trainer 2004: Siggie Held
Bild: © Northwood09

Das letzte Mal das Thailand und die Emirate im Rahmen einer WM-Quali aufeinandertrafen, ist auch schon wieder ziemlich genau 12 Jahre her. Am 13. Oktober 2004 war es, als Thailand die Emirate mit 3:0 schlagen konnte. Trainer damals, ein Deutscher. Siggie Held. Der ist zwar vermutlich längst in Rente, aber zwei Spieler aus dem Kader von damals sind auch diesmal mit dabei. Sinthaweechai Hathairattanakool, damals als Nummer 1, diesmal als Nummer 2 hinter Kawin und Pratum Chuthong von Chiang Rai United, der 2004 im zarten Alter von 20 Jahren auf dem Platz stand.

Mit dem schweren Auswärtsprogramm der Thais in der ersten Hälfte der Quali geht es 5 Tage später weiter, dann gegen den Irak. Wie schon in der 2. Runde der Qualifikation treffen die beiden Teams erneut aufeinander. Und wie schon im März 2016 muss Thailand im PAS-Stadion zu Teheran antreten, da der Irak nach wie vor seine Heimspiele nicht auf eigenem Boden austragen darf. Damals vor 7 Monaten trennten sich beide 2:2-Unentschieden und Thailand gewann damit seine Gruppe vor den Gastgebern. Auf ein ähnlich gutes Ergebnis hoffen die Thais für nächste Woche. Es wäre der ersehnte erste Punkt, und vielleicht kommt dann damit auch das erste Tor in der 3. Runde der Qualifikation zur WM in Russland.

Beide Partien gibt es natürlich live, wenn auch zu nachtschlafender Zeit in Thailand zu sehen. Auf Kanal 7.

Wer übrigens plante im März 2017 zum Rückspiel gegen Japan die thailändische Mannschaft vor Ort im Saitama-Stadion zu unterstützen, der ist spät dran. Insgesamt gab es 1200 Karten für Thailand, die alle binnen eines Tages ausverkauft waren.

Die Hoffnung auf die WM 2018 scheint also weiter zu leben. Irgendwie.
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