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WM-Quali: Tod oder Gladiolen

Thai Nationalmannschaft Ultras Thailand

No Ultras - No Party?
Bild: © thai-fussball.com

Mit der Partie gegen Saudi-Arabien startet Thailand in die zweite Hälfte der letzten Qualifikationsrunde zur WM 2018. Nach fünf Spielen ist Thailand Tabellenletzter und müsste am besten diesen Donnerstag damit anfangen zu gewinnen, will man noch eine Minimalchance wahren.

Das erste Länderspiel des Jahres 2017 ist gleich ein wichtiges. Oder um es mit den Worten eines holländischen Trainers zu sagen: "Tod oder Gladiolen". Für Thailand geht es in der Partie am Donnerstag gegen Bert van Marwijks Saudi-Arabien darum endlich den ersten Sieg in der 3. Runde einzufahren und sich eine kleine Chance auf auf die WM 2018 zu wahren. Saudi-Arabien reist als Tabellenführer in das Rajamangala-Stadion, welches mit 49.000 Zuschauern ausverkauft sein wird, und will seinerseits natürlich in der Spur bleiben.

Für die Saudis ist das Aufeinandertreffen von großer Bedeutung, wie van Marwijk zugab: "Ich denke, das Spiel ist sehr wichtig, möglicherweise sogar sehr entscheidend. Wir sind gut vorbereitet. Physisch, taktisch und mental." Entsprechend sah auch die Vorbereitung aus. Bereits letzte Woche reisten die Gäste in einem Privatjet an und buchten das Supachalasai-Stadion für eine ganze Woche. Auch die Hotelkosten, bedingt durch die frühe Anreise, bezahlte man selbst.

Der ehemalige Trainer der Dortmunder Borussia hat keine größeren Sorgen, was seinen Kader betrifft. Lediglich Fahad Al Muwallad fehlt verletzungsbedingt. Der Mittelfeldspieler sorgte im Hinspiel dafür, dass Saudi-Arabien einen sehr fragwürdigen Elfmeter erhielt und den Thais kurz vor Ende des Spiels einen schon sicher geglaubten und verdienten Punkt entriss.

Für die Begegnung am Donnerstag wird Ali Abdulnabi aus dem Bahrain in der Verantwortung sein. Seine Berufung führte bei Thailands Cheftrainer Kiatisuk Senamuang nicht gerade zu Freudensprüngen. Er hätte sich lieber einen Offiziellen aus einem neutraleren Land gewünscht. Und wer die politischen und sportpolitischen Verknüpfungen in Asiens Fußball kennt, wird seine Reaktion auch sicher nachvollziehen können.

Doch das ist beileibe nicht das einzige, was "Zico" Sorgenfalten auf die Stirn treiben dürfte. Er muss eine Elf auf den Platz stellen, ohne die Langzeitverletzten Sarawut Masuk und Sarach Yooyen. Überrschend daher, dass Bangkok Uniteds Dechmitr keine Berücksichtigung fand. Dafür aber Wattana Playnum vom Meister Muang Thong. Der 27-Jährige könnte sein Debüt in der Nationalelf auf der Position des defensiven Mittelfeldspielers geben. Ebenso im 23er-Kader ist Burirams Jakkaphan Kaewprom der zuletzt 2014 bei einem Pflichtspiel auf dem Rasen stand.

Im erweiterten Kader stand erstmals der Thai-Italianer Gionata Verzura vom Aufsteiger Ubon UMT und der Thai-Deutsche Manuel Bihr. Doch der Abwehrspieler von Bangkok United, musste bereits am ersten Tag des Trainingslagers seine, verletzungsbedingte, Abreise bekannt geben.

Auf der Habenseite allerdings kann Kiatisuk die Rückkehr von Stürmer Adisak Kraisorn verbuchen, der nach langer Verletzungspause endlich wieder im Kreis der Nationalelf zurück ist. Dem Cheftrainer stehen somit Teerasil, Adisak und Shooting Star Siroch Chattong im Angriff zur Verfügung.

Und der Cheftrainer Thailands gibt sich vor dem Spiel ungewöhnlich angriffslustig: "Wenn wir gewinnen, wird das keine Überraschung sein oder ein glücklicher Sieg sein. Sondern, das Ergebnis harter Arbeit. Einige sind der Meinung, das Saudi-Arabien besser ist als wir. Aber das ist deren Meinung." Und natürlich setzt er auf den Heimvorteil im ausverkauften Rajamangala.

Das, wird, aber ohne den Großteil der "Ultras Thailand" auskommen müssen. Nach dem diese im Finale des AFF Cup Pyrotechnik gezündet hatten, und der Verband eine Geldstrafe hat zahlen müssen, wurden reichlich 200 von ihnen die Tickets für die Begegnung gegen die Saudis entzogen. Diese Karten werden nun an Studenten weitergegeben. Die Ultras werden es aber wohl verkraften, und das so gesparte Geld auf ihrer Reise nach Japan in der nächsten Woche investieren. Dann nämlich, wenn sich knapp 3.000 thailändische Fans, auf den Weg nach Saitama zum Länderspiel machen werden.

Wer am Donnerstag gegen Saudi-Arabien nicht im Stadion sein kann, kann die Partie auf Fox Sport und Channel 7 live verfolgen.

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