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U-19 qualifiziert sich für AFC Endrunde 2016

U-19 Herren Nationalmannschaft

Bild: © thai-fussball.com

Freunde werden Thailand und Südkorea im Fußball wohl nicht mehr. Das letzte Gruppenspiel in der Qualifikation zur U-19-Meisterschaft unterstrich dies erneut. Doch trotz Niederlage im letzten Gruppenspiel konnte die U-19 ihr Ticket für die Endrunde lösen.

Wie zu erwarten steuerten Korea und Thailand in der Gruppe H auf ein Endspiel um den Gruppensieg zu. Thailand bezwang Taiwan und Singapur mit jeweils 3:0 und die Nördlichen Marianen mussten mit 7:0 die Segel streichen. Auch die Koreaner gewannen gegen diese Drei, konnten allerdings in diesen Begegnungen 24 Tore erzielen. Die Mannschaft von Anurak Srikerd musste also Südkorea schlagen, wollte sie sich ohne großes Zittern für die Endrunde 2016 qualifizieren. Denn nur die Gruppenersten und die fünf besten Gruppenzweiten aus 10 Gruppen konnten sich qualifizieren.

Schon nach 12 Minuten lag Thailand mit 0:1 im Rückstand. Kein guter Start. Doch der frischgebackene Südostasienmeister steckte den Rückschlag erstaunlich gut weg und fing nun an die Partie zu kontrollieren. Und das fast über das gesamte weitere Spiel hinweg. Nur kurz nach der Halbzeit, für etwa 10 Minuten hatten die Koreaner noch einmal Oberwasser. Die Statistiken nach den 90 Minuten unterlegen dies deutlich mit 62:38 Prozent Ballbesitz für die Thais bei 709:434 Pässen. Gegen einen defensiv ausgerichteten Gegner aus Korea spielte man phasenweise schnell, verlagerte, ging mal durch Mitte oder kam über die Außen. Doch es schien alles nichts zu helfen.

Das Problem im Spiel Thailands, war die fehlende Stärke im Abschluss. Eine Krankheit, die sich quer durch den Fußball in Thailand beobachten lässt. Es wurden viele Chancen kreiert, man dominierte und schoss insgesamt 28-mal aufs Tor des Gegners, woraus nur ein Treffer resultierte. Der gerade eingewechselte Sirimongkhon Jitbanjong tankte sich erst in und dann durch den Strafraum und vollendete in der 68. zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.

Knapp 10 Minuten später wurde Kapitän Lee Dong Jun vom Schiedsrichter zum Duschen geschickt. Mit beiden Händen hatte er Saringkan Promsupa nach einem Zweikampf von sich gestoßen. Unschön von ihm, aber noch unschöner von Promsupa der sich danach am Boden wälzte und beide Hände vor sein Gesicht hielt - das nicht getroffen wurde - gerade so als hätte er seine Schauspielkunst in Italien gelernt. Gleiches gilt für den Torschützen, der nur wenige Minuten zuvor Schauspielreif zu Boden ging und den sterbenden Schwan mimte. Immerhin vermied er es sich die Hände vor sein Gesicht zu halten, so wie sein Teamkollege wenig später.

Nach dem Platzverweis hatte die thailändische U-19 ihre beste und zwingendste Phase und hätte spätestens hier in Führung gehen müssen. In der 89. Minute wurde der Sturmlauf aber jäh unterbrochen, als ein langer Abschlag Kang Jihun erreichte. Der legte per Kopf auf Kim Moogun ab, der anschließend zum 1:2-Endstand traf und die gut 9000 Zuschauer im SCG-Stadion zum Schweigen brachte. Zumindest für eine Weile.

Denn in der Szene zum 1:2 verbarg sich ein Handspiel. Torschütze Kim Moogun brachte den Ball mit seiner Hand unter Kontrolle und das sah in etwa so aus als würde er wie beim Basketball mit dem Spielgerät dribbeln. Trotz mehrmaliger Zeitlupe ist es schwer zu sagen, ob dies ein absichtliches Handspiel war oder nciht. Je nach Kameraeinstellung sieht es so oder so aus. Der Schiedsrichter hat bekanntlich keine Zeitlupe und schaut man sich an, wo er und sein Assistent standen zum Zeitpunkt des Handspiels (soweit das möglich ist), muss man zu dem Schluss kommen, dass ihnen aus beiden Winkeln jeweils die Sicht versperrt war. Hier hätte wohl sogar ein Gespann von Weltklasse seine Probleme gehabt, ein spielen mit der Hand zu erkennen.

Nach dem Schlusspfiff entlud sich Volkes Seele in Form von Beschimpfungen und Becherwürfen in Richtung der Offiziellen. Auch der Verband Südkoreas bekam auf seiner Facebook-Seite einiges an unsportlichen Kommentaren ab. Viele Fans fühlten sich wohl noch an die Asian Games 2014 erinnert, als man gegen die U-23 der Koreaner im Halbfinale unterlag. Auch damals fühlte man sich betrogen.

Doch anders als vor gut einem Jahr bedeut die Niederlage vom Dienstag gegen Südkorea nicht das Aus. Denn nach Abschluss aller Gruppen am heutigen Dienstag konnte sich die U-19 als drittbester Gruppenzweiter für die Asienmeisterschaften qualifizieren und folgt somit der U-23 und der U-16 zu den Endrunden der AFC im nächsten Jahr.
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