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Trainerwechsel vor der Asienmeisterschaft 2014

Frauen Nationalmannschaft Frauennationalelf Thailands

Die Damen auf dem Weg zur WM?

Nuengruethai Sathongwien ist neue Trainerin der Frauennationalelf. Das lange Hin und Her um den Chefsessel könnte am Ende dem Unternehmen WM 2015 mehr schaden als nützen. Ihr bleiben jetzt noch 5 Wochen um die Mannschaft vorzubereiten.

Wenn im Juni 2015 der erste Ball bei der Frauen-WM rollt, könnte Thailands Nationalelf entweder vom heimischen TV aus zusehen oder sich im schönen Kanada auf das erste Gruppenspiel vorbereiten. Für Letzteres, der erstmaligen Qualifikation einer A-Mannschaft für eine WM und somit Historischem, braucht es nicht viel. Theoretisch wären nur 2 Siege nötig. Aber wieder einmal macht es sich der Verband selbst schwer und könnte sich um diese einmalige Chance bringen.

Wie wir aus internen Kreisen erfahren konnten, genießt die Qualifikation zur WM, und damit die Asienmeisterschaft, ausnahmsweise Mal wirklich höchste Priorität, doch ach. Wirkliche echte Priorität sieht anders aus und es riecht erneut eher nach Alibi-Aktionismus. Da wäre zum einen das Trainer-Hickhack in der Vorbereitung und die Liga ruht erneut. Und dies seit gut einem Jahr. Weil man der Meinung ist, es sei besser sich in wochenlangen, ja monatelangen Trainingslagern auf Turniere vorbereitet zu müssen. Futsal-National-Trainer Hermans zum Beispiel kann freudig auf eine verkürzte Vorbereitung zur Asienmeisterschaft im Mai schauen, weil er Woche für Woche in der Liga scouten kann und seine Spieler im Saft weiß.

Gut, im Dezember haben die Damen bei den SEA-Games unter Jatuporn Pramualban Gold geholt und dabei nach hartem Kampf erst Myanmar im Elfmeterschießen und dann im Finale Vietnam niedergerungen und man durfte ein Freundschaftsspiel gegen Linköpings zu Anfang des Jahres bestreiten. Aber dies auch ohne das der Verband dafür hätte einen Finger krumm machen müssen.

Danach gab es ein Trainer-Wechsel-Dich-Spiel, welches aberwitzig anmutete und der Vorbereitung auf die Asienmeisterschaft sicher alles andere als zuträglich ist. Zunächst schied Pramualban aus dem Amt - da er sich voll auf seine Aufgabe bei TTM-Customs konzentrieren wollte. Daraufhin holte man Ex-Coach Piyakul Kaewnamkang zurück, der letztes Jahr im Sommer überraschend zurücktrat und jetzt auch nur ein wenige Wochen im Amt blieb. Bei der Suche nach einem neuen Trainer schien man aber nicht weit geschaut zu haben.

So war zum Beispiel der ehemalige Trainer von Thai Port und Bangkok United Trainer Sasom Pobprasert im Gespräch, und als man hoffen konnte, dass vielleicht ein erfahrener Trainer oder Trainerin aus dem Ausland vorgestellt werden könnte - landete man am Ende wieder bei Jatuporn Pramualban. Doch dieses Intermezzo währte nicht lange. So hieß es zunächst, dass der neue Alte seinen Job hingeschmissen habe, weil er keine Zeit für beide Aufgaben hätte. Doch am Ende war es wohl der Verband, der ihn aus diesem Grund, wieder vor Tür setzte.

Mit Nuengruethai Sathongwien ist jetzt erstmals eine Frau in der Verantwortung als Cheftrainer. Die U-16 und U-14 Nationaltrainerin sowie Cheftrainerin vom letztjährigen Meister BG-CAS aus Khon Kaen, war bisher als Co-Trainer im Stab der Nationalmannschaft tätig. Vermutlich nicht die schlechteste Idee, doch bleibt es abzuwarten wie sie sich gegen den männlichen Berater Charnwit Polcheewin durchsetzen kann. Der finale Schnitt des Kaders auf 23 Spielerinnen steht unmittelbar bevor und offensichtlich hat Sathongwien zumindest die ein oder andere Idee im Köcher. So möchte sie gerne die Kapitänin der Futsalnationalelf Orathai Srimanee im Training sehen die vor ein paar Jahren das duftende Grün gegen das Parkett in der Halle getauscht hatte.

Wenigstens war die Elf zwischenzeitlich mal etwas dem Lagerkoller des SAT-Sportzentrum in Hua Mark entkommen, dem sie eigentlich seit gut einem Jahr ausgesetzt ist, abgesehen von Turnieren im letzten Jahr, und durften etwas Provinzluft in Khon Kaen schnuppern. Neben dem bereits angesprochenen Spiel gegen Linköpings gab es bisher keine weiteren ernsthaften Tests. Nur die üblichen Trainingsspielchen gegen männliche Juniorenmannschaften.

Jordanien das in der Gruppe A der Asienmeisterschaft antritt, absolvierte zum Beispiel in der letzten Woche zwei Spiele gegen die Frauen des FC Bayern. Bei der thailändischen Mannschaft hat man derweil aber die Hoffnung auf Freundschaftsspiele in Taiwan und Japan noch nicht aufgegeben. Eine Entscheidung sollte diese Woche fallen, doch es steht bekanntlich Songkran vor der Tür.

Positives gibt es aber aus dem Lager der Langzeitverletzten zu vermelden. Chidtawan Chawong, Pitsami Sornsai, Sunisa Srangthaisong und Wilaiporn Boothduang sind inzwischen wieder im Aufbautraining. Ob es aber am Ende reichen wird? Sunisa und Wilaiporn zogen sich schwere Verletzungen während der SEA-Games zu. In ihrem einzigen Ligaeinsatz für Spreanza in Japan, erlitt Pitsami gar die dritte schwere Verletzung ihrer noch jungen Karriere innerhalb von drei Jahren. im Männerbereich hätte dies wohl ihre Karriere beendet. Alle vier befinden sich in guten Händen. Andi, ein deutsche Sporttherapeut der Herren-Nationalelf, soll sich extra nach Anweisung des Verbandes um sie kümmern.

Die Asienmeisterschaft beginnt für Thailand am 15. Mai mit dem Spiel gegen China. Neben den Chinesen bekommen es die Thailänderinnen in der Gruppe B noch mit Südkorea und dem Rivalen aus Myanmar zu tun. Ein Sieg gegen den Nachbarn sollte reichen, um sich als Gruppendritter für das Spiel um Platz 5 zu qualifizieren, dessen Sieger 2015 nach Kanada zu WM fährt.
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