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Thailand mit Losglück auf dem Weg nach Frankreich

Frauen Nationalmannschaft Der WM-Pokal der Frauen

Der WM-Pokal der Frauen
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Mit Spannung wurde im Dezember die Auslosung zur Asienmeisterschaft der Frauen erwartet. Denn, anders als zum Beispiel in Europa, ist das Turnier in Asien auch immer gleichbedeutend mit der Qualifikation zur nächsten WM. Diese findet 2019 in Frankreich statt und Thailand könnte sich zum zweiten Mal für eine WM qualifizieren. Könnte. Wenn man sich nicht selbst zum Stolperstein macht.

Es waren etwas bizarr anmutende Sekunden in der 75. Spielminute des Länderspiels zwischen Thailand und Jordanien. In einer ereignsarmen Partie führte Thailand bereits mit 3:0, als es in besagter Minute eine Trinkpause gab. Plötzlich brandete unter den Spielerinnen Thailands großer Jubel auf. Irgendjemand hatte ihnen wohl das Ergebnis der Auslosung zur Asienmeisterschaft, mitgeteilt. Diese fand nämlich zeitgleich in, nun ja, Jordanien statt, das im April, Gastgeber der Asienmeisterschaft sein wird.

Grund für den Jubel war das vermeintliche Losglück, das den Thais zuteilwurde. Jordanien als Gastgeber war als einziges Team gesetzt und ansonsten waren alle Konstellationen möglich. Thailand erwischte dabei das dankbarste aller denkbaren Szenarien. Namentlich: Jordanien, die Philippinen und, als einziges großes Team, China. In der anderen Gruppe treffen Australien, Südkorea, Titelverteidiger Japan und Vietnam aufeinander. Zum Vergleich: Der durschnittliche Weltranglistenplatz der Gruppe A, mit Thailand, beträgt 41,25. Der Durchschnitt der anderen Gruppe 14,75.

Bei fünf Tickets zur Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich, leicht zu erahnen also, dass ein Erreichen des Halbfinals, oder Minimum Platz Zwei in den jeweiligen Gruppen, gleichbedeutend mit einer Fahrkarte zur WM ist. Wobei der fünfte Teilnehmer zwischen den beiden Gruppendritten in einem Play-off-Spiel ermittelt wird. So wie 2014, als Thailand sich im Spiel um Platz Fünf gegen Vietnam durchsetzen konnte und erstmals zu einer WM fuhr. 2018 sollte Thailand dies, in Anbetracht eines möglichen Gegners, aber tunlichst vermeiden.

Aber wenn alles normal läuft und die Thais, um Trainerrückkehrerin Nuengruethai Sathongwien, nichts auf die leichte Schulter nehmen, sollte es dies auch nicht brauchen. Gegen Jordanien steht bisher nur eine Niederlage zu Buche. Ein 1:2 im Anschluss an den 3:0-Erfolg im Dezember. Hier wurden aber größtenteils Nachwuchsspielerinnen eingesetzt und bewährte Stammkräfte geschont.

Gegen die Philippinen setzte es bisher noch gar keine Niederlage und ein Torverhältnis von 53:2 spricht auch hier deutlich für Thailand. Zuletzt bei den SEA-Games konnten die Philippinen mit 3:1 bezwungen werden.

Gegner zum Auftakt in Gruppe A während der Asienmeisterschaft ist China. Ein Streichergebnis, wenn man so will. Hier dürfte es für die Thais nichts zu holen geben und man muss drauf achten, für den Fall der Fälle, so wenig Tore wie möglich zu kassieren. Denn in der ersten Partie ist zu erwarten, dass China noch mit Volldampf antreten wird.

Auf dem Weg nach Frankreich kann sich Thailand also nur selbst ein Bein stellen. Durch Überheblichkeit und Unterschätzen der Gegner aus Jordanien und den Philippinen. Doch nicht nur ein mögliches Ticket nach Frankreich sollte Motivation genug sein. Denn natürlich geht es auch noch um die Asienmeisterschaft an sich. Und mit dem Erreichen des Halbfinals kann Thailand erstmals wieder seit 1986 unter die Top-4 Asiens gelangen. Auch wenn das durchaus bizarr anmuten würde, sollte man das Turnier vor Nationen wie Japan, Südkorea oder Australien beenden.

Thailand mit Losglück auf dem Weg nach Frankreich

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