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Thai FA Cup: Army United erstmals im Finale

Pokalnews (Ligapokal und FA Cup) Goran Jerkovic

Goran Jerkovic zieht ab
Bild: © Thananuwat Srirasant

Buriram United hat es geschafft und steht zum zweiten Mal in Folge im Finale des Thai FA Cup, welches bereits nächste Woche am 4. November stattfinden wird. Dann aber nicht ohne deutsche Beteiligung. Mit Björn Lindemann steht erstmals ein Deutscher im Finale.

Beide Partien des Halbfinals waren für Mittwoch den 24. November angesetzt. Doch nur die Begegnung Buriram gegen Bangkok Glass FC konnte wie geplant auf neutralem Boden im Rajamangala-Stadion stattfinden. Wegen heftiger Regenfälle und der daraus resultierenden Unbespielbarkeit des Platzes musste das zweite Halbfinale zwischen Army United und Chiang Rai United im SCG-Stadion von Muang Thong um 24 Stunden verschoben werden.

Der Deutsche Lindemann, der in den letzten Wochen unter dem neuen Trainer Paniphon Kerdyam seine Form wiederfand, spielte von Beginn an. Auf Seiten von Chiang Rai United standen die beiden Indonesier Greg Nwokolo und Victor Igbonefo in der Startformation. Ein nicht unerheblicher Aspekt, wie sich später zeigen sollte. Die Army musste auf ihren verletzten Stammtorhüter Kosin Hembut verzichten. Für ihn stand wie schon zuletzt Watcharapong Klahan zwischen den Pfosten. Trotz einiger guter Paraden wirkte er sehr unsicher und ließ Bälle oft prallen.

Doch die Partie brauchte etwas, um in Schwung zu kommen. Nach knapp 30 Minuten hatte Army United seine eigentlich beste Möglichkeit der ersten Hälfte als Kapitän Tatree Sing-Ha nur knapp am Tor vorbei köpfte. Danach hatte Chiang Rai 2-3 sehr gute Gelegenheiten konnte aber aus den besagten Abprallern seitens Watcharapong kein Kapital schlagen. Zum Teil konnte man sich, gerade in den ersten 45 Minuten nicht des Gefühls erwehren, dass Chiang Rai, welches auch für seine Robustheit bekannt ist, es besonders auf Björn Lindemann abgesehen hatte. Immer wieder wurde er Opfer von Fouls. So auch als Uilian Souza, tragisch-komisch, von hinten auf den Deutschen aufsprang, um ihn im Mittelfeld zu stoppen. Für diese Aktion erhielt er Gelb vom koreanischen Unparteiischen.

Thai FA Cup: Army United vs Chiang Rai United

Jubel nach dem Ausgleich
Bild: © thai-fussball.com

Eben jener Uilian Souza sorgte kurz nach Wiederanpfiff für die 1:0-Führung (46.). Sein Schuss aus gut 20 Metern konnte zunächst vom Army-Keeper abgeblockt werden, doch der Ball sprang danach tragisch-komisch ins eigene Tor. Abpraller eben. In der 57. Minute folgte die Szene, die das Spiel drehte. In zweierlei Hinsicht. Im Zweikampf fuhr Uilian den Ellbogen gegen Narong Jansawek aus und sah dafür glatt Rot. Kurze Zeit später hatte Lindemann seine beste Torchance, doch Bunjong Thongsuk konnte den Ball gerade noch so aus dem Dreiangel über das Tor lenken. Nach 65 Minuten unternahm Chiang Rai Coach Teco einen formal folgenschweren Fehler. Für den Thai Tawatchai Thong-Huad wechselte er den Brasilianer Antonio Claudio ein. Durch den vorherigen Platzverweis eines ausländischen Spielers, reduziert sich aber automatisch die Zahl der Ausländer um minus eins und die "Beetles" hatten somit einen Ausländer zu viel auf den Platz. Die Partie war spätestens jetzt verloren.

Tatree traf wenige Minuten später zum Ausgleich und ein Angriff eingeleitet durch Lindemann, konnte 15 Minuten vor dem Ende zum viel umjubelten 2:1-Endstand durch Danny Invincibile vollendet werden. Zwar musste der Deutsche Lindemann in der Nachspielzeit nach einem Schlag auf den Knöchel ausgewechselt werden. Doch hofft er, bis zum Finale am Sonntag in einer Woche wieder einsatzfähig zu sein.

Nach zwei vergeblichen Anläufen in den letzten beiden Jahren, man scheiterte jeweils im Halbfinale, hat es Army United somit erstmals in seiner Vereinsgeschichte in das Finale geschafft. Dort wartet der Halbfinalgegner vom letzten Jahr. Buriram United.

Mit 2:0 hat sich Buriram United im anderen Halbfinale 2012 durchsetzen können. Beide Tore erzielte Goran Jerkovic, der übrigens nur für die Pokalwettbewerbe gemeldet ist und bisher also auch keinen Auftritt in der Thai Premier League hatte. Welch ein Luxus. Bangkok Glass seinerseits, das auch mit dem Thai-Schweizer Peter Läng antrat, sah sie sich oft dem Pressing von Buriram gegenüber und spielte selbst in der Offensive zu umständlich. Insgesamt war die Leistung der "Rabbits", für ein Halbfinale zu wenig.

Nicht zuletzt geht es im Finale um einen Startplatz im internationalen Wettbewerb. Dem Gewinner winkt zunächst die Qualifikation zur Champions League. Bei einem Ausscheiden immerhin der AFC Cup. Ob Lindemann im Falle eines Pokalsieges seiner Mannschaft daran teilnehmen kann, ist offen. Sein Vertrag endet im Januar 2013. Dem Deutschen sollte es für den Moment aber wohl egal sein. Denn nach seinen Pokalschlachten mit dem VfL Osnabrück 2009/10 kommt er nun in den Genuss eines Finals. Und ein Andenken an Thailand ist ihm schon sicher. Eine Medaille vom Finale. Welche das sein wird, werden wir spätestens am 4. November wissen. Dann nämlich steigt das thailändische Pokalfinale im Suphachalsai-Stadion.
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