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Streit um die Verbandswahl spitzt sich zu

Thailändischer Verband
Sisaket FC Esan United Der Streit zwischen Worawi Makudi und dem Weltverband FIFA auf der einen, sowie seinen Gegenkandidaten um das Amt des Verbandspräsidenten auf der anderen, ist immer noch nicht beigelegt und geht in die nächste Runde.

Das ging gerade noch mal gut. Vor gut 4 Wochen zog der FC Pattaya seine Klage vor dem Gericht in Minburi zurück, und somit wurde in allerletzter Minute eine Sperre des thailändischen Verbandes durch die FIFA verhindert. Beruhigt hat sich die Lage aber keineswegs. Ganz im Gegenteil. Sie spitzt sich weiter zu und kommt schon fast einem (sport-) politischen Machtkampf gleich. Doch der Reihe nach.

Nachdem die Abstimmung über die neuen FAT-Statuten, nach den Vorgaben der FIFA, nicht wie geplant stattfinden konnten setzte Morawi Makudi neue Termine an. Geht es nach dem alten Präsidenten, so soll am 8. August erneut ein Abgeordneter der FIFA allen 184 Mitgliedern des thailändischen Verbandes Rede und Antwort stehen. Nur einen Tag später soll dann der zweite Versuch erfolgen, die neuen Statuten entsprechend den FIFA-Richtlinien zu ratifizieren. Die Wahl zum Vorsitz wurde für den 23. September festgesetzt.

Dies rief natürlich die Gegner in Form der Gegenkandidaten Virach Charnpanich und Pinit Ngarmpring auf den Plan. Nach wie vor sehen beide in dem Manöver Worawis nur ein Mittel zum Zweck, um sich eine weitere Amtszeit zu sichern. Vor allem die Reduzierung der stimmberechtigten Mitglieder von derzeit 180 auf 72 stößt dabei auf Unwillen. So wurden in der Folge Schreiben zwischen den Kandidaten, der FIFA, der SAT und der FAT ausgetauscht und 108 FAT-Mitglieder unterzeichneten eine Petition an den Fußballverband, in dem dieser gebeten wurde, die Wahl bis zum 23. Juli durchzuführen und somit thailändischem Recht genüge zu tun.

Auf eine öffentliche Aktion seitens Pinit Ngarmpring hin, der in einem weiteren Schreiben an die FIFA um Verständnis für die Situation warb, antwortete Generalsekretär Jérôme Valcke sogar höchstpersönlich und verteidigte noch einmal die Position des Weltverbandes. Mehr über die Person Jérôme Valcke, die auch ein guter Bekannter von Worawi Makudi ist, gibt es im Blog von Jens Weinreich zu erfahren.

Wie dem auch sei - spätestens 4 Wochen nach dem Ende einer Amtsperiode endet nach thailändischem Recht die Amtszeit eines Verbandspräsidenten. Im Falle Worawis wäre dies der 16. Juli 2013. Die Forderung der Gegenparteien, hauptsächlich unterstützt von Newin Chidchob (Buriram United) und Wittaya Khunpluem (Chonburi FC), lautet daher: Durchführung der Wahlen bis spätestens zum 23. Juli unter den alten Statuten. Nach erfolgter Wahl des neuen Vorsitzenden könne dann über eine Änderung im Sinne der FIFA nachträglich abgestimmt werden. Andernfalls würde man die Sports Authority of Thailand anrufen.

Diese meldete sich inzwischen mit, richtig, einem Schreiben zu Wort und forderte beide Parteien zu einer Einigung auf. Würde dies nicht bis zum 23. Juli geschehen, würde man mit beiden das Gespräch suchen. Bei dem "Papier" kam es wohl seitens der thailändischen Medien zu einem Missverständnis und wurde falsch interpretiert. In einer Art und Weise, die Senatorin Naruemol Siriwat dazu veranlasste den thailändischen Journalistenverband zu informieren. Sie forderte diesen auf, einen Blick auf die Angelegenheit zuwerfen. Zwischenzeitlich kündigte Newin Chidchob bereits rechtliche Schritte an, sollte die SAT keine Wahlen unmittelbar nach dem 23. Juli organisieren.

Sollte nun die Wahl tatsächlich nicht unter Rücksicht der Richtlinien der FIFA durchgeführt werden, droht Thailand erneut eine Sperre durch den obersten Fußballverband. Der sieht dies als Einmischung in seine Angelegenheiten. Für diesen Fall hat nun Kandidat Virach Charnpanich eine Klage vor dem CAS (Court of Arbitration for Sport) angedroht. Dass dies die logische Konsequenz sei, schrieben wir hier, bereits vor 4 Wochen.

Einen Warnschuss hatte die FIFA schon vor einigen Wochen abgegeben. Der Weltfußballverband sperrte Kamerun wegen Nichtbefolgen des Umsetzens der FIFA-Statuten hinsichtlich Wahlen.
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