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Schäfer nicht mehr Nationaltrainer Thailands

Thai Nationalmannschaft Winfried Schafer

Winni dirigiert nicht mehr Thailand
Bild: © Thananuwat Srirasant

Bis zuletzt sah es so aus, als ob Winfried Schäfer um seinen Posten als Nationaltrainer bis zum bitteren Ende weiterkämpfen würde. Nun die überraschende Wende. Der 63-Jährige ist nun auch offiziell nicht mehr länger Trainer Thailands.

Seit der 2:5-Niederlage in der Qualifikation zur Asienmeisterschaft gegen den Libanon im März gab es immer wieder Gerüchte um eine mögliche Entlassung von Winfried Schäfer. Dies spitzte sich in den letzten Wochen immer mehr zu. Verbandspräsident Worawi Makudi hatte von sich aus Winfried Schäfer vom Amt des Nationaltrainers enthoben und U-23 Trainer Kiatisak Senamuang als Interimstrainer berufen. Schäfer betonte, dass mit ihm darüber nicht gesprochen worden sei und er seinen Vertrag immer noch als gültig ansieht. Heute nun die Wende.

Am heutigen Montag gab es erste Gerüchte, Winfried Schäfer könnte am Dienstag als Nachfolger von Slaviša Jokanović beim Meister Muang Thong United vorgestellt werden. Dies wäre gleichbedeutend mit einer Auflösung des Vertrages als Nationaltrainer gewesen.

Auf Nachfrage im Hause Schäfer wurde uns zumindest Letzteres bestätigt. "Wir haben den Vertrag aufgehoben. Uns wurde sehr deutlich gemacht, dass es keinerlei Unterstützung mehr geben würde. Wie auch immer, die Bedingungen, auf die wir uns einigen konnten, sind in Ordnung. Jetzt schauen wir uns erst mal in Ruhe um." Damit ist die Trennung nun offiziell und die Ära von Winfried Schäfer als Trainer von Thailand endet nach knapp 2 Jahren mit einem faden Beigeschmack. Politische Machenschaften, so hat es den Anschein, siegten erneut über eine langfristige Entwicklung der Nationalmannschaft und des Fußballs in Thailand.

Dass der Deutsche Thailand seine Fans tief in sein Herz geschlossen hat, ist nichts Neues. Und Schäfer verriet auch erst kürzlich in einem Interview mit uns, dass er es sich vorstellen könne, als Trainer eines thailändischen Vereins in Asien Angst und Schrecken zu verbreiten. Muang Thong United, am letzten Wochenende gerade von der Tabellenspitze gestürzt, ist nur eine Option. Dass der Verein noch gleich am Montag bei Schäfer anfragte, verwundert nicht weiter. Dem General-Manager des Meisters, Ronnarit Suewaja, und Schäfer wird ein gutes Verhältnis nachgesagt. So dürfte der Verein, der im Besitz von Siam Sport ist, eine enge Bande zu Worawi Makudi hat und zudem auch nicht ganz unschuldig an der Stimmung kontra Schäfer in den Medien ist, vermutlich als Erster von der Vertragsauflösung erfahren haben.  

Winnie Schäfer bestätigte uns gegenüber die Anfrage von Muang Thong, der Klub sei interessiert an seiner Hilfe. Er wolle helfen, aber eben ganz klar nur als Hilfe, so der nun ehemalige Trainer der thailändischen Nationalmannschaft.
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