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SEA-Games 2017: Auf den Spuren von Chanathip und Co.

U-23 Herren Nationalmannschaft  Chenrop Samphaodi

Samphaodi: Kapitän der U-22
Bild: © thai-fussball.com

Die 29. Südostasienspiele stehen vor der Tür und wie immer gilt es dabei für Thailand bei der "kleinen" Südostasienmeisterschaft den Thron als "Kings of SEA" zu verteidigen. Und, wie fast immer wenn eine "Goldene Generation" abtritt, gilt es für die Nachfolger, große Fußspuren zu füllen, welche die Vorgänger hinterließen.

Notechaiya, Promrak, Yooyen, Puangchan, Weerawatnodom, Kesarat, Do, und nicht zuletzt Chanathip Songkrasin. Auf diese Namen lauten eben jene goldenen Fußspuren aus dem Jahr 2015, in die es nun zu treten gilt. Vor zwei Jahren gewann die thailändische U-23 die 15. Goldmedaille bei einem Fußball-Herrenturnier der Spiele. Und all die genannten Spieler sind inzwischen größtenteils, fester Bestandteil der A-Nationalmannschaft.

Mit den 29. Südostasienspielen gibt es aber auch eine Neuerung. Durften in den frühen Tagen noch die A-Mannschaften antreten, wurden ab 2001 nur noch U-23-Mannschaften zugelassen. Ab diesem Jahr sind nur noch U-22-Spieler erlaubt. Also Spieler, die nach, bzw. mit dem 1. Januar 1995 geboren wurden. Damit hat man die Altersbeschränkung an die AFC und ihre U-23 Meisterschaft angepasst.

Die Qualifikation zur AFC U-22 Meisterschaft im letzten Monat sollte dem Team von Srimaka eigentlich als Vorbereitung und Härtetest auf die SEA-Games gelten. Doch das ging gründlich in die Hose. Oder besser gesagt fiel ins Wasser. Das erste Spiel gegen die Mongolei fand noch unter regulären Bedingungen statt. Gegen eine Mannschaft, die alles raushaute, langte es am Ende nur zu einem Unentschieden. Die beiden folgenden Partien gegen Malaysia (3:0) und Indonesien (0:0) glichen eher einem Wasserpolo als Fußball. Am Ende qualifizierte sich Thailand dennoch als einer der besten Gruppenzweiten für die Endrunde in China.

Für Thailand ist die neue Altersregelung nicht zwingend schlecht. Denn mit der Thai League als, beste Liga der Region, hat man selbst mit einer U-22 eine Menge an talentierten Spielern im Kader vorzuweisen und Namen, die man auch aus der Liga kennt. Zwar sticht keiner so hervor, wie etwa ein Chanathip Songkrasin es tat, aber den "produziert" man ja auch nicht alle Tage. Dennoch dürften Namen wie Suriya Singmui, Chenrop Samphaodi, Picha U-Tra, Montree Promsawat, Chaiyawat Buran, oder Shinnaphat Lee-Oh dem etwas sagen, der regelmäßig die Thai League verfolgt. Dazu kommen vielverspechende Talente mit den beiden Halbthais Nont Muangngam und Kevin Deeromram. Und insgesamt bringen es alle zusammen auf über 500 Erstligaspiele. Bedenkt man, dass das Durchschnittsalter 21 Jahre beträgt, eine beachtliche Zahl.

Für Trainer Worrawoot Srimaka und seine Jungs, dürfte es dennoch kein so Leichtes unerfangen werden, die Goldmedaille von vor zwei Jahren, zu verteidigen. Wie schon 2015 muss man in einer 6er-Gruppe antreten und trifft dort auf Indonesien, Vietnam, Kambodscha, die Philippinen und Ost-Timor. Mal abgesehen von Timor sind dies die durchaus stärksten Kaliber, die man hätte, zugelost bekommen können. Gastgeber Malaysia hat es sich aber wohl auch sehr einfach gemacht. Durfte sowohl die Setzliste bestimmen, als sich auch aussuchen, in welcher Gruppe man antreten möchte. So wartet in Gruppe A mit Myanmar, auch nur ein wirklich ernst zu nehmender Gegner auf Malaysia.

Das letzte Gruppenspiel der Thais, am 24. August, gegen Vietnam, wird sicher darüber entscheiden, wer Gruppenerster und wer Gruppenzweiter werden wird. Alles andere als ein Weiterkommen und das Erreichen des Halbfinals wäre für Thailand eine herbe Enttäuschung.

Für eine Überraschung in der Gruppe B könnte allerdings Kambodscha sorgen, dass man durchaus für mindestens einen dritten Platz auf dem Zettel haben sollte.

SEA-Games 2017: Auf den Spuren von Chanathip und Co.

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