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SEA-Games: Prüfstein für die Asienmeisterschaft der Frauen

Frauen Nationalmannschaft
Nach den U-23 Herren steigt am Samstag die Nationalmannschaft der Frauen in das Medaillenrennen bei den SEA-Games ein. Auch für sie gilt es, nach 2007 endlich wieder eine Goldmedaille zu erringen. Für die Mannschaft um Kapitän Naphat Seesraum geht es aber auch um eine Standortbestimmung.

Die aller zwei Jahre stattfinden Südostasienspiele sind zumindest für die Frauenmannschaften, meist nichts anderes als eine Neuauflage der jährlich stattfinden AFF-Meisterschaften. Anders als bei den Herren, oder auch wie bei Olympia, dürfen die Frauen bei den SEA-Games mit der vollen Mannschaftsstärke antreten und man ist nicht auf die U-23 beschränkt. Einziger Unterschied zwischen beiden Turnieren: bei der von der AFF ausgerichteten Meisterschaft komplettieren zumeist noch Mannschaften wie Japan oder Australien das Teilnehmerfeld.

Im September bei der letzten Ausgabe mussten die Damen als Dritte in Ihrer Gruppe hinter Australien und Vietnam vorzeitig abreisen und erreichten nicht einmal das Halbfinale.

Bei den diesjährigen Südostasienmeisterschaften geht es für Thailand nicht nur um Gold, sondern auch um den vermutlich letzten Härttest vor den Asienmeisterschaften im Mai 2014. Dort trifft man in Gruppe B neben China und Südkorea auf Myanmar. Den direkten Konkurrenten um den dritten Platz in der Gruppe, welcher zur Teilnahme zum Spiel um Platz 5 berechtigt. Der Sieger dieses Play-off-Spiels, erhält ein Ticket für die WM 2015 in Kanada. Und in diesem Duell könnte es gegen den Rivalen aus Vietnam gehen.

Und genau in dieser Reihenfolge könnte Thailands Weg zu Gold bei den Spielen führen. Vorausgesetzt man qualifiziert sich für das Halbfinale. Was aber in Anbetracht von Laos und Malaysia in Gruppe B sehr wahrscheinlich ist. In der anderen Gruppe gelten die Philippinerinnen gegen Vietnam und Myanmar als Außenseiter.

Was die Vorbereitung anbetrifft, so war diese wie immer. Die Frauenliga wurde im Frühjahr in aller Eile durchgezogen um, sich dann für die im Mai anstehende Qualifikation zur Asienmeisterschaft vorbereiten zu können. Anschließend ging es direkt wieder in das Camp der SAT am Rajamangala um sich auf die AFF-Meisterschaft vorzubereiten. Und, jawohl, danach das Ganze wieder von vorn für die SEA-Games. Langeweile und Eintönigkeit ich hör dir trapsen. Immerhin gab es Mitte des Jahres einen unerwarteten Trainerwechsel.

Piyakul Kaewnamkang, seit 2011 im Amt, trat zurück. Für ihn kam sein Vorgänger Jatuporn Pramualban. Für ein wenig Aufregung sorgten noch die letzten Tage des Camps vor der Abreise nach Mayanmar. Als vor zwei Wochen nachts Unruhen an der Ramkhamhaeng Universität, nahe des Rajamangala, zwischen Studenten ausbrachen wurden die Frauen schnell aus ihren Quartieren evakuriert. Teammanagerin Nualphan Lamsam sorgte für neue Unterkünfte.

Der Kader für die SEA-Games besteht hauptsächlich aus Spielerinnen, die schon seit Jahren zum Stamm der Elf gehören. Man kennt sich und ist also auch eingespielt. Kapitän Naphat Seesraum und Kanjana Sungngeon kehrten ebenso rechtzeitig von ihrem Abenteuer in Japan zurück wie Stürmerin Pitsami Sornsai. Diese hatte sich während ihres ersten Einsatzes für Speranza in der Nadeshiko League schwer verletzt und wird auch für die SEA-Games ausfallen. Obwohl schon wieder in der Reha ist sie noch nicht wieder zu 100 Prozent fit.

Bewegte Live-Bilder wird es von dem Damen im thailändischen TV wohl nicht geben. Trotz der Aufforderung von Khun Lamsam an die TV-Stationen doch bitte die Spiele zu übertragen. Denn diese finden alle in Mandalay statt. Und außer dem Frauenfussballturnier finden dort keine weiteren Sportereignisse statt.
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