Bild: © Grand Sport
Aus diversen Gründen musste und wollte Winfried Schäfer den "42. King's Cup" nicht mit all seinen Stammspielern bestreiten. Zum einen sollten bewährte Kräfte eine Pause erhalten, immerhin ging ja auch gerade erst der AFF Cup zu Ende, zum anderen wollte er jungen Spielern eine Chance geben, sich zu beweisen. Bedauerlicherweise kamen am Ende noch Verletzungen einiger bereits nominierter Spieler hinzu. Thailand belegte am Ende den dritten Platz zusammen mit Nord Korea. Beide trennten sich am vergangenen Samstag 2:2 im Spiel um Platz drei.
Die Auftaktpartie gegen Finnland, das hinter Schweden Zweiter wurde, ging mit 1:3 verloren. An der spielerischen Leistung hat es sicher nicht gelegen, dass Thailand den Pokal erneut nicht gewinnen konnte.
Gegen die Finnen geriet Winnies Elf schon nach vier Minuten durch einen Treffer von Mikael Forssell in Rückstand. Mit 2:0 für die Gäste ging es in die Pause. Dabei versteckte sich Thailand offensiv keineswegs, weder in der ersten noch in der zweiten Hälfte. Berücksichtigt man, dass wichtige Spieler fehlten, war bemerkenswerterweise kaum ein Unterschied im spielerischen Bereich zum AFF Cup feststellbar. Der 18-jährige Abwehrspieler Narubodin Weerawatnodom von BEC Tero sorgte mit seinem ersten Tor bei den Senioren für den Anschlusstreffer. So schön herausgespielt es auch war, es war nur in der Wiederholung zu sehen, da der übertragende Sender NBT11 wieder einmal gerade in der Werbepause war. In der Nachspielzeit der zweiten Hälfte traf Forssell erneut und entschied die Partie.
Gegen die Nordkoreaner musste der Deutsche Cheftrainer seine Mannschaft noch einmal umbauen. Mit einer noch weniger eingespielten Truppe sprang am Ende immerhin ein Unentschieden heraus. Die Thais verspielten allerdings jeweils ihre Führung. Bemerkenswert der Freistoß von Datsakorn Thonglao zum 2:1, als er einfach den Ball flach unter der hochspringenden Mauer hindurch in das Tor schob. Vereinskollege Mario Gjurovski hätte sich da "eine Scheibe abschneiden" können. Seine wohl witzig gemeinte Freistoßvariante mit dem Kopf letzte Woche, während eines Testspiels gegen Gyeongnam FC, ging inzwischen Wohl um die halbe Welt.
Zusammenfassend kann wohl gesagt werden, dass es im Moment spielerisch läuft im Aufbauspiel. Schwächen wurden in der Defensive offenbart. Dies verwundert aber nicht weiter, denn mit Cholratit spielte auch nur ein Stammspieler in der Abwehr und gegen Nordkorea standen weder Kawin noch Sinthaweechai im Tor. Schäfer zeigte sich dann auch zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. Insbesondere "Messi J" Chanathip Songkrasin und Narubodin Weerawatnodo hob er hervor.
Kuwait im Sinn
Beide wurden auch in den Kader für das Auftaktspiel zur Qualifikation zur Asienmeisterschaft gegen Kuwait nominiert. Der 24-Mann-Kader stellt dabei eine Mischung aus dem KAder des AFF Cup und des King's Cup dar. Prayad Boonya vom FC Ratchaburi wurde in der thailändischen Presse ebenso verletzt entschuldigt wie Sinthaweechai Hathairattanakool, Surachart Sareepim und Nattaporn Phanrit. Bis auf Boonya dürfte dies auch stimmen. Denn der Mittelfeldspieler soll bis auf weiteres nicht von Schäfer berücksichtigt werden. Grund: Er meldete sich von seiner Berufung zum King's Cup mit einer Verletzung ab, um nur wenige Tage später bei einem Vorbereitungsturnier für seinen Klub Ratchaburi anzutreten. Er hätte wenigstens so clever sein können, dort ebenfalls nicht aufzulaufen.
Teerasil Dangda sollte eigentlich schon längst von seinem Training bei Atletico Madrid zurück sein. Er wird nun erst für den 1. oder 2. Februar zurück erwartet und darf dann direkt in das Nationalmannschaftstrainingslager. Hoffen wir, dass er den Jetlag rechtzeitig aus den Beinen bekommt. Teeratep Winothai wurde zunächst berufen, ob er aber im finalen Kader sein wird, ist noch nicht sicher. Leesaw erhielt im Qualifikationsspiel zur WM-2014 gegen den Oman im Februar 2012 eine rote Karte, durch die er möglicherweise nicht spielberechtigt ist.
Als Vorbereitungsspiel auf die Partie gegen Kuwait war ein Freundschaftsspiel gegen die Emirate geplant. Die Begegnung musste aber kurzfristig abgesagt werden. Nach Singapur und Hongkong sollte die Begegnung nun auf Wunsch des Gegners in Guangzhou (China) stattfinden. Die Einreise hätte jedoch für thailändische Elf ein Visa zur Folge gehabt, dass wohl in der Kürze der Zeit (2-3 Tage) nicht zu bewerkstelligen gewesen wäre. So zumindest die Verantwortlichen. Ein angeregtes Testspiel gegen eine Auswahl an ausländischen TPL Spielern wurde seitens Winfried Schäfer abgelehnt.
Karten für den 6. Februar gegen Kuwait sollen erst Anfang nächster Woche in den Verkauf gehen zu Preisen von 100, 200 und 300 Baht. Alle 24 Mann müssen sich am Donnerstag dem 31. Januar zum Trainingslager einfinden. Alle Termine auf dem Weg nach Australien 2015, sowie der vorläufige Kader gegen Kuwait, können wie gewohnt auf einer Sonderseite bei uns gefunden werden.




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