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MIt allem Glück der Welt zum ersten WM-Sieg

Frauen-WM 2015 Thai Flagge

Bild: © thai-fussball.com

Ende gut, alles gut. Mit allem Glück der Welt, das wohl an diesem Tag den Thailänderinnen zur Verfügung stand, schafften sie es sich mit einem 3:2-Sieg über die Elfenbeinküste unsterblich zu machen und die Geschichtsbücher einzugehen.

Das 2. Gruppenspiel gegen die Ivorerinnen war das erwartet schwere Spiel in dem Fußball nur ab und an mal aufblitzte. Seitens der Thais lag dies hauptsächlich an der zu greifenden Nervosität und langen Bällen, die meist fast immer beim Gegner landeten und so einen geordneten Spielaufbau zunichtemachten. Nur selten setzte man mal sein Kurzpassspiel ein und auch durch. Das war Mitte der ersten Halbzeit, die für Thailand denkbar schlecht begann.

Nach 4 Minuten zappelte der Ball bereits im Netz von Torhüterin Boonsing die sich den Gegentreffer auch gerne selbst ankreiden darf. Die Hereingabe nach einer Ecke konnte sie nicht entscheidend klären, 0:1 durch Ange Nguessan. Zwei Minuten später konnte Boonsing den Ball beim herauslaufen nicht festhalten und ihre Abwehr verhinderte Schlimmeres.

Danach beruhigte sich das Spiel etwas. Thailand agierte aber immer noch fahrig. Bekam kaum Zugriff auf das Spiel der Elfenbeinküste. Der nervenberuhigende Ausgleich in der 26. Minute entstand aus einer schönen Kombination über die vier Stationen Srangthaisong, Chinwong, Maijarern, Srimanee. Perfekter One-Touch-Fussball der mit einer grandiosen Hereingabe von Maijarern auf Srimanee endete. Nur drei Minuten später hatte Thailand die Chance auf das 2:1. Thiamale klatschte einen schönen Schuss von Srimanee nur ab und Nisa Romyen setzte ihren Nachschuss an den Pfosten.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ging Thailand mit 2:1 in Führung. Erneut war es Sriamee, die frühere Kapitänin der Futsal-Nationalmannschaft, die traf. Diesmal jedoch nach einer Flanke von rechts durch die zuvor eingewechselte Rattikan Thongsombut. Nur zwei Minuten zuvor war Thailand erneut im Glück als Nrehy das eigentlich fast leere Tor vor sich hatte. Doch setzte sie den Ball an den Pfosten.

In der 74. war es die gerade eingewechselte Chawong die mit ihrem ersten Ballkontakt das 3:1 für Thailand erzielte. Ein Tor das, nicht hätte zählen dürfen, denn Maijarern welche die Flanke hereingab stand zuvor klar im Abseits.

Insgesamt war die zweite Hälfte wenig ansehnlich und bestand ab der 64. Minute, als erstmals zwei Thailänderinnen mit Krämpfen zu Boden gingen, fast nur noch aus Stop-And-Go-Fußball. Die ständigen Ballverluste und das damit verbundene ständige Umschalten und laufintensive Spiel tat wohl sein übriges. Die Nettospielzeit betrug am Ende 24 Minuten.

Dass Schiedsrichterin Domka aus den USA irgendwann mal genug hatte von auf dem Boden liegenden Spielerinnen hatte ist durchaus verständlich. In der 78. Minute als sie die Begegnung weiterlaufen lies, nachdem eine Ivorerin Intamee auf den Fuß stieg, hätte sie die Partie aber durchaus wegen Foulspiels unterbrechen dürfen. Genauso wie ein paar Minuten später als Fatou Coulibaly ihr Bein rausstreckte und mit einem taktischen Foul Thongsombut kurz vor dem Strafraum zu Fall brachte.

In den letzten Minuten der Partie hätten die Thailänderinnen das Spiel und einen 2-Torevorsprung fast noch aus der Hand gegeben. In der 87. Minute verkürzte die Elfenbeinküste auf 2:3 und traf in der Nachspielzeit rettete für die Thais erneut der Pfosten.

Aber kurz nachdem Ange Nguessan in der 7. Minute der Nachspielzeit versuchte mit ihrer Faust ein Loch in den Kunstrasen von Ottawa zu schlagen kam der Schlusspfiff. Aus. Ende. Während die "Les Eléphantes" erschöpft und in Tränen zu Boden sanken, feierten die thailändischen "Changsuk" ihren Triumph.

Es war ein überaus glücklicher Triumph mit den vielen Pfostentreffern und zwei Toren aus abseitsverdächtiger Position. Dazu das klare Abseits beim dritten Tor. Aber in ein paar Jahren wird es keinen mehr interessieren, wie die drei Punkte zustande kamen. Nur dass die Frauennationalelf Thailands jetzt den Herren eine WM-Teilnahme voraushat. Und sogar auch noch drei Punkte. Und drei Tore.

It's your turn. Gentleman.
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