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Konnichiwa! Pitsamai und Kanjoren wechseln nach Japan

Women's Thai Premier League Pitsamai und Kanjoren

Kanjoren (li) und Pitsamai (re)

Völlig überraschend, selbst für so manche, die sich für Frauenfußball interessieren, gab der japanische Verein Speranza FC am Montag dieser Woche die Verpflichtung von zwei Nationalspielerinnen aus Thailand bekannt. Pitsami Sornsai und Kanjana Sungngoen.

Am Sonntagabend noch schrieb Nationalspielern Pitsami Sornsai auf ihrer offiziellen Facebook-Fanseite, etwas nebulös, dass sie noch einmal ihr Ziel in Angriff nehmen würde. Ihr Ziel und ihr Traum: Einmal im Ausland zu spielen. Die beste Stürmerin Thailands wollte sich genau dort beweisen, im Ausland. Fußball ist ihre Leidenschaft, die sie bis in die Haarspitzen lebt und das Verlassen der so genannte "Comfort Zone" ist ihr dabei, im Gegensatz zu manch männlichem Gegenpart, egal. Verletzungen konnten sie nicht aufhalten und nun hat sie es geschafft.

Der japanische Erstligist Speranza FC verkündete an diesem Montag offiziell auf seiner Webseite die Verpflichtung von Pitsamai und ihrer Nationalmannschaftskollegin Kanjana. Erste Bilder der Ankunft in Japan machten die Runde, wie sie von einigen Medienvertretern und Kamerteams empfangen wurde. Kurze Zeit später erreichten wir Pitsamai in Japan, und sie bestätigte uns, dass sie für die kommende Saison in der L. League einen Vertrag unterschrieben habe.

Diesmal hoffentlich mit einem "Happy End". Denn die 24-jährige ist nicht zum ersten Mal in Japan. Im Frühjahr 2012 weilte Sie bereits zu einem 3-wöchigen Probetraining bei ihrem neuen Arbeitgeber. Gerade erst zurück von einer schweren Verletzung, verletzte Pitsamai sich dort erneut schwer und musste für mehrere Monate pausieren. Nach mehr als einem Jahr startete Ende Januar 213 endlich die Frauenliga in ihre neue Saison. Gerade wieder genesen, wechselte die Stürmerin von RBAC zu Chonburi-Sripathum.

Nun, im Land des amtierenden Weltmeisters Japan, wird sie die Gelegenheit haben, sich mit den besten Spielerinnen der Welt zu messen. Eine davon wird ihre Teamkameradin Karina Maruyama sein. 2011 schoss sie mit dem einzigen Tor der Partie Gastgeber Deutschland aus der WM und ebnete den Weg für Nadeshiko in das Halbfinale. Auf die Duelle mit ihrem Vorbild Homare Sawa, Kapitänin der Nationalelf, und Weltfußballerin 2011, freut sie sich aber besonders. Ob es am Ende dazu kommt und ob es für die Thailänderin reicht, sich in die Startformation zu spielen, bleibt abzuwarten. Ob Stammspielerin oder nicht, rein sportlich dürfte Pitsamai auf jeden Fall von der Professionalität der Liga profitieren. Sofern sie diesmal, hoffentlich, von Verletzungen verschont bleibt.

Die Zweite im Bunde ist Kanjana Sungngoen, ebenfalls von Chonburi-Sripathum. Die 26-jährige Mittelfeldspielerin brauchte allerdings kein Probetraining. Sie sei schnell und schussstark und die japanische Seite wüsste genau, wen sie da verpflichtet hat, so Pitsamai gegenüber thai-fussball.com. Pläne für ein Scouting von Spielerinnen von japanischer Seite in Thailand soll es ja bereits gegeben haben, wie wir erst kürzlich berichteten.

Superantsua FC Osaka-Takatsuki, wie der neue Arbeitgeber der beiden Nationalspielerinnen offiziell heißt, wurde bereits 1976 gegründet und ist eine Werkself von Panasonic. Wenn man so möchte, das Gegenstück zu Gamba Osaka. Die Saison in Japan startet am 23. März und der FC Speranza trifft zum Auftakt auf die Damen von Urawa Red Diamond. Für uns leider ein paar Tage zu spät. Denn am 12. März ist Muang Thong United in der Champions League zu Gast bei den Herren von Urawa.

Wie auch immer das Abenteuer für beide ausgehen wird, ein Platz in der Historie des thailändischen Frauenfußballs ist ihnen sicher. Denn sie sind die beiden ersten Damen, die überhaupt einen Vertrag im Ausland unterschreiben.
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