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Futsal: Thailand ohne Chance, Spanien um Welten besser

Futsal Nationalmannschaft Thailand gegen Spanien

Bild: © thai-fussball.com

Als Appetithappen auf die kommende Futsal-Weltmeisterschaft sind die Freundschaftsspiele gegen Spanien am 24. und 26. August gedacht. In der Ersten von zwei Partien war Thailand klar unterlegen.

Das erste Spiel nach der Europareise des Futsal-Nationalteams fand gestern nach der Auslosung zur Futsal-WM in Bangkok statt. Gab es auf der Testspielreise gegen Klubmannschaften noch 3 Siege bei 2 Niederlagen, so war das Team gestern chancenlos. Der Gegner war diesmal niemand Geringeres als Spanien, neben Titelverteidiger Brasilien der ganz große Favorit bei der WM in Thailand. Zwar verlor Thailand mit 0:8, dennoch dürfte dies wohl die beste Werbung für die WM gewesen sein, denn was Spanien geboten hat, war Futsal allerbester Güte.

Bei dem Freundschaftsspiel wurde auch erstmals der neue WM-Ball von Adidas eingesetzt, der in den Farben gelb-rot gehalten ist (Fingerzeig in Sachen WM auf Spanien?). Schon nach 3 Minuten ging der aktuelle Weltranglistenzweite in Führung, nachdem das gesamte Team Thailands sich nach einem Freistoß sekundenlang wie im Tiefschlaf befand. Gelegentlich versuchten sich die Thais zwar mit steilen Pässen in die Tiefe, aber keine der wenigen Chancen konnte genutzt werden.

Dazu gesellte sich bei Stürmer Thueanklang auch noch Pech, der entweder über den Ball semmelte oder wie auch seine Mannschaftskollegen den Ball völlig hilflos weit ins Aus drosch. Auf der Gegenseite hatte Spanien in der ersten Hälfte mehrfach knapp Pech. So rettete das Gebälk gleich zweimal für die Gastgeber oder die Thais klärten knapp vor der Linie. Auch der Torwart Thailands zeigte zuweilen spektakuläre Reflexe, sodass der Rückstand zu Ende der 1. Hälfte nur 5 Tore betrug.

Spanien agierte viel bissiger und aggressiver als Thailand, presste sofort gegen und war bei seinen Mitteln, um an den Ball zu gelangen, auch nicht gerade zimperlich. Je fünf Fouls wurden pro Halbzeit für die Iberer angezeigt. Thailand dagegen stand viel zu weit von den Gegenspielern entfernt tief im eigenen Raum, wobei dies vielleicht auch ein taktisches Mittel war, um den schnellen Spaniern, die den Thais körperlich in allen Belangen überlegen waren, keine Konterattacken zu ermöglichen. Lediglich Arif Ahama, der erstmals in der zweiten Hälfte eingewechselt wurde, versuchte den Spaniern körperlich etwas entgegenzusetzen, wobei er immer am Rande eines Fouls agierte.

Am Ende gewann Spanien, das nicht mit allen seinen Top-Spielern angereist war, völlig verdient mit 8:0 und die Tore wurden auch zurecht vom fairen Publikum beklatscht, wobei wohl jeder der Zuschauer, darunter auch Winnie Schäfer, Thailand wenigstens das Ehrentor gegönnt hätte.

In der anschließenden Pressekonferenz erklärte Thailands Nationaltrainer Vic Hermans, dass sein Team mit extrem großen Respekt in das Spiel gegangen wäre und dass Spanien im Futsal den Thais mindestens 15 Jahre voraus wäre. Zudem würde man bei den Spaniern sehen, dass sie voll im Ligabetrieb stehen, während es in Thailand seit Monaten keinen Spielbetrieb mehr gibt. Zur Frage, wie es denn funktionieren könne, wenn die neue Saison im Oktober losgehen soll, wo das Nationalteam sich doch in dieser Zeit auf die WM vorbereiten müsse, gab es nach der Pressekonferenz nur ein Schulterzucken und das lapidare „wir werden sehen“. Die zweite Begegnung folgt morgen in Korat, Beginn 17Uhr. Übertragen wird das Spiel auch wieder im Fernsehen.
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