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Frauen-WM: Erneut gegen die Nr. 1 der Welt

Frauen Nationalmannschaft Der WM-Pokal der Frauen

Der WM-Pokal der Frauen
© thai-fussball.com

Nach 2015 konnte sich die thailändische Nationalmannschaft der Frauen zum zweiten Mal für eine WM qualifizieren. Die Auslosung in Paris bescherte den Thailänderinnen dabei eine ähnliche Gruppe wie in Kanada vor vier Jahren. Nur schlimmer.

So ein bisschen Losglück wäre für die sich in Topf 3 wiederfindenden Thailänderinnen, doch ganz nett gewesen. 2015 bekam man es in Kanada mit der damaligen Nr. 1 Deutschland, den Norwegerinnen und der Elfenbeinküste zu tun. Was für einen Neuling schon ziemlich hart war. Dass es noch mal eine Stufe härter gehen könnte, damit war zu rechnen, aber nicht zu hoffen. Nach der Auslosung im Gastgeberland Frankreich steht fest: es geht. Denn die Gegner heißen USA, Schweden und Chile.

Wie schon 2015 ist es an Thailand gegen die beste Elf der Welt antreten zu dürfen. Daran wird sich vermutlich bis zum Sommer 2019 auch nicht viel ändern. 2016 traf man erstmals überhaupt auf die USA, die zu einem Freundschaftsspiel geladen hatten. Im Zuge der WM in Kanada dachte man sich wohl, dass es aufgrund der Weltmeisterschaft in Kanada eine gute Idee sei, auch mal gegen die Thais ein Länderspiel zu bestreiten. Die wiederum wähnten sich in einem elitären Kreis angekommen. Die Begegnung endete deutlich mit 9:0 für die USA, und danach hat Thailand nie wieder eine Einladung zu einem Spiel gegen einen Topgegner erhalten.

Mit den Schwedinnen trifft man nach der WM in Kanada erneut auf ein Team aus Skandinavien. Schweden, das aktuell die Nr. 9 der Weltrangliste ist, ist aktuell nicht mehr ganz so stark wie noch vor vier Jahren. Aber die Nemesis der USA darf man getrost stärker als die Norwegerinnen einschätzen. Neben der Kapitänin Seger, die wohl Ihre letzte WM spielen wird, kann man in der Elf von Schweden Amanda Ilestedt von Turbine Potsdam und Fridolina Rölfo von den FC Bayern Frauen erwarten. Schwedens Legende Lotta Schelin, wird nicht bei der WM dabei sein, sie hat sich verletzungsbedingt von einer aktiven Karriere im Fußball verabschiedet.

Bleibt noch Chile. Der Neuling qualifizierte sich, überraschend, über die Copa América Femenina bei der man das ebenfalls in Topf 4 befindliche Argentinien, deutlich mit 4:0 bezwingen konnte. Viele der Spielerinnen verdienen Ihr Geld in der aufstrebenden spanischen Liga.

Caroline Seger. Die Kaptänin Schwedens

Caroline Seger.
Die Kaptänin Schwedens
© El Loko Foto

Thailands weg nach Frankreich war um einiges leichter als der nach Kanada. Während man sich vor 4 Jahren über ein Spiel um Platz 5 bei der Asienmeisterschaft gegen Vietnam qualifizieren konnte, schaffte man dieses Jahr die Qualifikation als 4. der Asienmeisterschaft. Das beste Ergebnis seit 1986. In einer Gruppe mit China, Jordanien und den Philippinen hatte man allerdings auch leichtes Spiel und Losglück. Wäre man anstelle des Konkurrenten aus Vietnam gewesen, der es in seiner Gruppe mit Japan, Südkorea und Australien zu tun bekam, wären die Rollen sicher vertauscht gewesen. Dabei spielt es keine Rolle, dass es die Thailänderinnen im Halbfinale schafften, den großen Favoriten aus Australien bis in das Elfmeterschießen zu zwingen. Die Partie war zwar sicher eine der besten Leistungen von Thailand in den letzten Jahren gegen eine Spitzenmannschaft, gleichzeitig war es aber auch eine der schlechteren Australiens, mit einem Superstar Sam Kerr, die zunächst nur auf der Bank saß.

Das Wunschziel der Thais ist, wie schon vor 4 Jahren, das Erreichen des Achtelfinals. Zumindest war es das vor der Auslosung. Denn nur als einer der besten Gruppendritten würde man noch in die K.-O.-Runde einziehen können. Dafür bedarf es aber einen Sieg über Chile und ein gutes Torverhältnis. Letzteres steht in Anbetracht der Gegner aus den USA und Schweden, aber nicht zu erwarten. Erschwerend kommt hinzu, dass der Frauenfußball in den letzten 4 Jahren einen enormen Sprung gemacht hat und die Leistungsdichte angestiegen ist.

Einen ersten Vorgeschmack darauf, und auf die WM, wird es mit dem Zypern-Cup geben. Ende Februar treffen die Thailänderinnen dort in Gruppe B auf Italien (WM-Teilnehmer), Mexiko und Ungarn. Auch hier wird man aufseiten der Ungarinnen und Italienerinnen auf erfahrene Spielerinnen aus der Bundesliga treffen. Auf Italien und Mexiko traf man zuletzt 2007 im Rahmen eines Einladungsturniers in China. Alle Partien gingen verloren. Davon kann man auch im Falles dieses Turniers ausgehen, dass trotzdem eine gute Vorbereitung auf die WM sein dürfte. Und sofort nach Hause reisen, wie wahrscheinlicherweise bei der WM im Juni, wird man auch nicht müssen. Beim Zypern-Cup gibt es, anders als bei der WM, Platzierungsspiele.
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