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Der lange Weg zur zweiten WM-Teilnahme

Frauen Nationalmannschaft Der WM-Pokal der Frauen

Der WM-Pokal der Frauen
© thai-fussball.com

Am Montag dem 2. April beginnt für Thailands Frauen der lange Weg zur Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich. In seine Qualifiktionsgruppe geht Thailand als hoher Favorit ins Rennen.

Die Bilder von der ersten WM-Teilnahme Thailands bei einer Frauenweltmeisterschaft sind noch relativ frisch und gut in Erinnerung. Schließlich ist es gerade einmal zweieinhalb Jahre her, dass die Frauen auf der ganz großen Bühne aufspielen durften. Damals konnte sich Thailand als Fünfter der Asienmeisterschaft für die WM qualifizieren. Der lange und harte Weg zu einer erneuten WM-Teilnahme beginnt an diesem Montag mit der Qualifikation zur Asienmeisterschaft 2018 in Jordanien.

In der Gruppe C der Vorrunde treffen die Thais auf den Gastgeber aus Palästina und Taiwan. Vom Papier her sollte hier nichts anbrennen und die Thais sich locker für die Endrunde im nächsten Jahr qualifizieren können. Zudem hat Trainer Spencer Prior keine Personalprobleme und kann auf jene Spieler zurückgreifen, die schon über die letzten Jahre hinweg das Bild der Elf geprägt haben.

Im Kader finden sich dennoch zwei Namen, die einem nicht zwingend geläufig sind. Zum einen Saowalak Pengngam, die über die U-19 in die A-Mannschaft kam und im letzten Jahr Ihr Debüt gab. Bei der U-19 Asienmeisterschaft 2015 machte sie durch vier Treffer auf sich aufmerksam.
Die andere ist die 19 Jahre alte Stürmerin Suchawadee Nitthamrong. Ihr Name tauchte völlig überraschend in Kaderliste auf, die kurz vor der Abreise nach Palästina bekannt gegeben wurde. Nitthamrong ist Thai-Amerikanerin, die an der University Berkeley in Kalifornien studiert.

Für die Thais gab es keine gesonderte Vorbereitung auf das Qualifikationsturnier. Dafür hat man über die letzten Monate hinweg zuletzt regelmäßig Freundschaftsspiele bestritten. Im Dezember war man in Neuseeland, im Januar in China und nahm dort an einem Vier-Nationen-Turnier teil und wurde Zweiter. So verlor man nur gegen China (0:2) und gewann gegen die Ukraine (1:0) und Myanmar (3:0).

Erster Gegner am Montag wird der Gastgeber sein. Die Palästinenserinnen sind aktuell 116. der Weltrangliste. Auch wenn Palästina sich mit allen Kräften vor eigenem Publikum wehren wird, es dürfte am Ende nicht reichen, den Thais ein Bein zu stellen. Für die palästinensische Mannschaft, die erst 2005 Ihr erstes Länderspiel bestritt, wird es der dritte Anlauf für eine Teilnahme an der Asienmeisterschaft.

Mit Taiwan wartet vier Tage später schon ein etwas anderes Kaliber. Taiwan gehörte früher zur Crème de la Crème des Frauenfußballs in Asien. Von 1977 bis 1981 gewann man dreimal in Folge die Asienmeisterschaft. Und bis in die 00er Jahre hinein kassierte Thailand regelmäßig Pleiten. Dies änderte sich erst mit den letzten Aufeinandertreffen 2006, 2011 und zuletzt 2016. Die Partie im Oktober 2016 gewannen die Thais mit 5:2.

Ursprünglich sollte die Gruppe C aus fünf Teams bestehen. Der Libanon und Guam jedoch haben sich von dem Turnier zurückgezogen. So oder so kann aber nur der Gruppenerste sein Ticket nach Jordanien buchen. Dort warten übrigens schon wieder die Schwergewichte Australien, Japan und China. Diese müssen sich, wie meist, nicht durch eine Vorrunde quälen. Dafür aber Südkorea und Nordkorea, welche auch noch beide in der Gruppe B aufeinandertreffen. Und einer beiden wird auf der Strecke bleiben müssen. Mit am Ende dann nur vier Großkopferten bei der Asienmeisterschaft stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich erneut eine kleinere Nation auf die WM freuen darf.

Vor 3 Jahren hatten die Thais die Chance auf die WM dem Fehlen Nordkoreas zu verdanken, das wegen Dopings gesperrt war.

Der lange Weg zur zweiten WM-Teilnahme

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