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Das Foursquare für Stadionbesucher

Abseits des Platzes - Report Logo Groundhopper App

Startscreen und Logo der App

Früher trug man seine besuchten Spiele und Stadien in eine Excel-Tabelle ein, oder auch in ein kleines Notizbuch. Anno 2014 geht dies auch mithilfe einer App für das Smartphone und das Tablet. Die "Groundhopper App" kann aber noch viel mehr.

"Es macht einfach viel Spaß, eine App zu machen, die wir selbst benutzen, aber auch, weil wir viel Lob von unseren Anwendern bekommen." Wir, das sind Lars Erik Bolstad und Geir Florhaug von Kepermat, zwei Norweger die hinter der Applikation "Groundhopper" stehen. Nun könnte man annehmen, dass, beides junge Nerds seien, irgendwo im Alter zwischen 20 und 30, denen vielleicht gar ein junges Start-up-Unternehmen gehört. Dem ist aber keineswegs so. Beide sind alte Schulkameraden und Mitte 40. Die App ist ein reines Hobbyprojekt und die Idee dazu kam ihnen vor 2-3 Jahren. 

"Wir sind alte Freunde aus der Schulzeit und reisen seit vielen Jahren herum, um Fußball zu sehen. Vor 2-3 Jahren hatten wir nach einer App gesucht, womit wir Stadionbesuche registrieren konnten und die uns helfen konnte, Spiele zu finden, zum Beispiel wenn wir in einer neuen Stadt waren, aber eine solche App gab es nicht. Dann haben wir beschlossen, eine App selbst zu machen." lässt uns Jan Erik, der in Karlsruhe studierte und auch in München lebte, in fast perfektem Deutsch wissen.

Wer öfters zu Fußballspielen geht, sich gar Groundhopper nennt, kennt das. Man kommt nach Hause legt die Eintrittskarte ab, archieviert sie. Man trägt das eben besuchte Spiel in eine Excel-Liste, mit allen verfügbaren Daten, ein, oder auch handschriftlich in ein Büchlein. Oder man trägt sich eben, wie die beiden, mit dem Gedanken, doch endlich mal all seine Stadionbesuche aus der Vergangenheit vermerken zu wollen. Auch wenn die App auf den ersten Blick für Groundhopper und Nerds gemacht zu sein scheint, stößt sie doch genau hier in eine perfekte Lücke und schlägt eine Brücke zwischen Old School und Moderne. Zwischen Gelegenheitsstadionbesucher, dem FC Bayern Dauerkartenbesitzer der nur 17 Heimspiele pro Saison besucht und dem Allesfahrer.

Doch was bietet die App noch neben der simplen Registrierung und Archivierung seiner besuchten Spiele? Zunächst wird dem kühlen technischen Nachtragen seiner Spiele die emotionale Komponente hinzugefügt. Die Erinnerung an einzelne Spiele kehren zurück, man hat vielleicht noch mal die Eintrittskarte in der Hand und denkt mit Wehmut daran zurück, wie schön diese früher doch eigentlich mal waren. Als es noch kein Thermopapier gab.

Noch während man seine Spiele in der App registriert, wertet sie schon die Daten aus und setzt diese in Rankings um. Je nachdem, wie viele Dutzende Spiele eines Vereins besucht wurden, kann man schon erkennen, wie man im Ranking steigt. Ist man fertig, können alle besuchten Spiele und Stadien über das Profil eingesehen werden, sortiert nach Land und Jahr des Besuches. Jedes einzelne Spiel bietet zudem die Möglichkeit des Hinzufügens von eigenen Notizen. Aktuell ziert das Profilbild noch ein grauer Dummy, sofern das Profil nicht mit Facebook verknüpft ist, doch soll sich das in Zukunft ändern und man wird sein eigenes Bild auch so nutzen können.

Wer die ehemalige Check-In Applikation "Foursquare" kennt, wird schnell merken, dass Ähnlichkeiten mit ihr nicht von der Hand zu weisen sind. Wer Foursquare nutze und auch die Groundhopper App nutzt und nutzen möchte, wird dies sehr schnell feststellen. Ähnlich wie bei dem alten Foursquare, könnt ihr der Mayor, also der Bürgermeister eines Stadions sein. Oder anders ausgedrückt der Nummer 1 Groundhopper.

Dafür müsst ihr natürlich unter all den Nutzern, genau dieses Stadion am häufigsten besucht haben. Dem nicht genug fügt Groundhopper dem Ganzen eine Social Media Komponente hinzu, in dem ihr mit anderen Usern befreundet sein könnt. So könnt ihr zum Beispiel deren letzte Aktivitäten, sprich Stadionbesuche einsehen. Und vor allem eben jener soziale Aspekt soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden: "Wir möchten auf jeden Fall die sozialen Aspekte der App verbessern, mit Mitteilungen (Notifications) und die Möglichkeit für Anwender, Bilder hochzuladen."

Groundhopper App Screens

Diverse Screens der App

Apropos Bilder. Für die Stadien wird zum Teil schon auf Bilder von Usern zurückgegriffen, die diese freiwillig bereitstellen, und mit einem entsprechenden Copyright versehen. Auch gern genutzt werden Fotos aus der Wikipedia Commons um die Stadien zu Verziehren. Insgesamt verfügt die Groundhopper App über Tausende von Stadien auf der ganzen Welt, auch solche, die bereits abgerissen wurden, mit Hunderten von Ligen und Spielplänen, die nicht nur das Eintragen vergangener Spiele im Handumdrehen möglich macht. Sondern, auch einen Besuch vor Ort, leichter planbar.

Mittels GPS wird euer Position in Bezug auf das Stadion ermittelt, das sich in der Nähe befindet oder man besuchen möchte. Behilflich ist dabei die integrierte Karte mit allen Stadien eines Landes die in der App vorhanden sind. Seid ihr also an einem Ort und wollt wissen wann und wo in eurer Nähe ein Spiel stattfindet und wie ihr dahinkommt, die Groundhopper App hilft euch auch dabei.

Jetzt mag sich der eine oder andere Leser sicher fragen, was denn bitte dieses Programm mit unserer Webseite zu hat und warum wir dafür die Werbetrommel rühren. Ganz einfach. Beide ergänzen sich ganz hervorragend. Sie hilft euch auch eure Stadionbesuche in Thailand zu planen und zu archivieren, auch unterwegs, wenn ihr schon vor Ort seid.

Auch wir nutzen die App selbst und haben selbstverständlich unsere Stadionbesuche in Thailand eingetragen. Zwar existierte bis vor Kurzem nur die Thai Premier League in der App, doch mit der tatkräftigen Unterstützung von thai-fussball.com wird mit dem nächsten Update auch die Division 1 Einzug halten. Ab 2015 ist es auch geplant, in Zusammenarbeit mit uns, alle 82 Regionalligisten zu integrieren. Dem nicht genug wird sich Groundhopper auch an unseren Spieplänen bedienen und diese nutzen.

Die App ist mit 1,50 Euro schon für wenig Geld zu haben (erhältlich für Android und Apples iOS). Und was bleibt da für die beiden Norweger hängen? "Viel Geld verdienen wir dabei nicht. Genug, um unsere Kosten zu decken und den einen oder anderen Fußballausflug zu machen." In diesem Sinne: Vielleicht trifft man sich ja demnächst ein einem der Stadien Thailands. Happy Hopping.
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