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Championsleague: Aus für Suphanburi und Bangkok United

Thai League 1 Thai-Japanese-Stadion

Thai-Japanese-Stadion
Bild: © thai-fussball.com

Update Wochenlang kämpften mehrere Klubs in der TPL um den dritten Platz in der Liga, der einen Startplatz in der Qualifikation der AFC Champions League bedeuten könnte. Für zwei der Vereine platzte diese Woche der Traum.

Die TPL-Saison 2015 geht mit den letzten drei Spieltagen in ihre heiße Phase. Vor allem das Rennen um den 3. Tabellenplatz der zur Teilnahme an der Qualifikation zur Gruppenphase der AFC Championslegaue, berechtigt, versprach Spannung. Aus dem heißen Vierkampf zwischen Chonburi, Suphanburi, Bangkok Glass und Bangkok United ist aber ein laues Lüftchen geworden. Ein Zweikampf zwischen Bangkok Glass und Chonburi darum, wer am Ende vor dem anderen stehen wird. Wo in der Tabelle, nach dem 2. Muang Thong, ist dabei fast unerheblich, wie es scheint.

Dabei keimte zu Anfang dieser Woche in Thailand gar die Hoffnung auf einen möglichen vierten Startplatz zur Champions League 2016 auf. Die immer noch anhaltende FIFA-Sperre Indonesiens hätte dies möglich machen können. Schließlich steht Thailand von allen Ländern Südostasiens im Ranking der AFC am besten da. Doch der asiatische Verband entschied sich später dagegen und besetzt den Platz des indonesischen Teilnehmers nicht neu.

Wenige Stunden nach der aufkeimenden Hoffnung verkündete der Pressesprecher der TPL, dass Bangkok United und der Suphanburi FC, wohl nicht an den Play-offs teilnehmen könnten, da beide Vereine nicht die Kriterien des Lizenzierungsverfahrens der AFC in vollem Umfang erfüllen würden. Im Detail, so heißt es wohl, genügen beide Stadien nicht den Ansprüchen des Kontinentalverbandes.

Schon vor ein paar Wochen sickerte durch, dass die Elf von Mano Pölking vom Thai-Japanese-Stadion im Herzen von Bangkoks Din Daeng Distrikt, zur Saison 2016 nach Rangsit, in das Thammasat-Stadion, in den Norden der Metropole umziehen könnte. Eben weil das Thai-Japanese nicht den Ansprüchen der AFC entspricht.

Ein zeitweiliger Umzug, wie früher von Chonburi in das Supachalasai, scheint unter den neuen Regularien der AFC nicht mehr möglich. Zumindest für Vereine außerhalb Bangkoks. Denn die meisten Provinzen besitzen nur ein großes Stadion. Und in den Regularien der AFC heißt es dazu: "Das Stadion muss in der gleichen Stadt gelegen sein wie der Lizenzinhaber." Für Suphanburi also zum Beispiel keine Option. Für Bangkok United schon eher. Man könnte auf das Supachalasai oder das Rajamangala ausweichen.

Doch auch hier greifen wieder Regeln der AFC. So muss der Verein einen geltenden Vertrag mit dem Eigentümer des Stadiums vorweisen. Sollte man überraschend also zum Beispiel auf Platz drei Landen oder den Thai FA Cup in einem Dezember gewinnen, mit einer internationalen Saison, die nur Wochen später beginnt, hätte man also gar keine Chance. Übersetzt gesagt: würde Darmstadt 98 mit dem Stadion am Böllenfalltor den Pokal gewinnen, könnte man an der Champions League gar nicht teilnehmen. Ein Ausweichen nach Frankfurt ins Waldstadion wäre nach dem Verständnis der AFC, nicht möglich.

Sowohl das Stadion in Suphanburi als auch das Thai-Japanese, kann zumindest in Thailand getrost zur Elite gezählt werden. Bei unseren Besuchen dort fühlten wir kaum Mängel. Bei Bangkok United im September dieses Jahres gegen Muang Thong, hatten wir gar das Gefühl das am besten organisierteste Stadion in der TPL, besucht zu haben. Alles war nahezu perfekt. Die alten Sitzschalen wurden durch neue ersetzt und in Suphanburi baut man gerade sogar das Stadion für die Saison 2016 aus.

SCG-Stadion

Müllberg im SCG-Stadion (2013)
Bild: © thai-fussball.com

Sicher das Licht im Thai-Japanese von Bangkok United ist nicht optimal, entspricht aber der vorgegebenen Linie der TPL von 1200 LUX, was auch die Mindestanforderung der AFC ist. Gleiches gilt auch für Suphanburi. 2013 besuchten wir die Champions League Partie zwischen Muang Thong und den Urawa Red Diamonds, die Müllberge die wir dort fanden, ließen uns fast sprachlos zurück und rufen jetzt erst recht noch mehr Unverständnis hervor.

Da die AFC in etwa so transparent ist wie das Wasser des Chao Praya in Bangkok, und so schwer zu kontaktieren wie Kim Jong-un, können wir leider auch nicht wirklich sagen, an welchen Punkten genau, Suphanburi und United gescheitert sind.

Natürlich sind auch die Vereine ein Stück weit selber schuld. Die Kriterien sind bekannt und man hätte sich drauf einstellen können. Und abgesehen von den Top-Vereinen, dürfte auch kaum einer der anderen Klubs in der TPL auch nur annährend den Kriterien der AFC entsprechen.

Somit geht es also im Kampf um den letzten Platz in der Champions League nur noch zwischen Bangkok Glass und Chonburi heiß her. Die Stadien der beiden Klubs sind "top-notch" wie man so schön sagt und beide haben auch schon 2015 die Vorschlussrunde beherbergt.

Wer von den beiden es am Ende auch immer werden wird, der Gegner in der 2. Runde wird Yangon United aus Myanmar sein. In der dritten und letzten Runde vor der Gruppenphase wartet dann ein japanischer Vertreter. Dies werden entweder die Urawa Red Diamonds oder der Tokyo FC sein.

Muang Thong United, bereits sicher zweiter der TPL, trifft in der 2. Runde auf den AFC Cup Sieger 2015 aus Malaysia, Johor Darul Ta'zim. Auf den Gewinner wartet dann der Vizemeister der chinesischen Liga, Shanghai SIPG, um Trainer Sven-Göran Eriksson.

Update: Nach Aussagen von Bangkok United Coach Mano Pölking gegenüber ESPNFC, dürfe seine Mannschaft im Falle des erreichen eines 3. Platzes sehr wohl an der Qualifiaktion zur ACL teilnehmen. Lediglich ein paar verbesserungen am Thai-Japanese Stadion seien notwendig.
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