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Blamieren oder nicht blamieren....

AFC Champions League Sukhothai-Fans

Sukhothai-Fans
Bild: © thai-fussball.com

Es ist wieder so weit. Die neue Champions League Saison in Asien steht vor der Tür. Während Muang Thong United sicher für die Gruppenphase qualifiziert ist, müssen zwei Vertreter wieder durch die Tretmühle der Qualifikation. Und für einen, wäre es vielleicht besser, gar nicht erst weiterzukommen.

Wenn am Dienstag der FC Sukhothai sein Erstes Champions League Abenteuer antritt werden 8.000 erwartungsvolle Zuschauer dem Debüt im heimischen Thung-Talay-Luang-Stadion beiwohnen. Der Gegner heißt Yadanaborn und kommt aus dem benachbarten Myanmar. Eine lösbare Aufgabe für Sukhothai, dass über einen Losentscheid das Teilnahmerecht an der Qualifikation erlangte.

Zusammen mit Chonburi, Ratchaburi und Chainat stand der Aufsteiger im Halbfinale des Thai FA Cup, das aufgrund des Todes von König Bhumibol jedoch nicht mehr ausgespielt wurde. Um zu entscheiden, wer als Pokalsieger das Recht auf die Qualifikation hat, wurde ein Losentscheid herangezogen. Sukhothai gewann die Lotterie und ist damit auch offiziell Pokalsieger der Saison 2016.

Lange war nicht klar ob Sukhothai sein Heimspiel im Thung-Talay-Luang-Stadion würde austragen können, doch am Ende gab die AFC grünes Licht. Eine weitere Hürde stellte die neue Regelung der AFC hinsichtlich des Trainers dar. Diese verlangt ab 2017 einen Trainer mit einer Pro-Lizenz. Der Verein umschiffte das ganze recht geschickt und Verpflichtete den Sohn FC Bayern-Schreck Peter Withe, Jason, als technischen Direktor. Für die Partie gegen Yadanaborn wird Jason als verantworlicher Trainer geführt werden und nicht Somchai Makmul.

Makmul und Withe gegenüber wird René Desaeyere an der Seitenlinie stehen. Fans des thailändischen Fußballs kein unbekannter. Der Belgier war von 2010 bis 2013 bei diversen Klubs tätig und führte Muang Thong zum Meistertitel 2010. Yadanaborn ist eine spielerisch starke Elf, die gespickt ist mit Nationalspielern Myanmars. Allen voran Ye Ko Oo, Ko Ko Hein und Megatelent Aung Thu. Der Meister Myanmars hatte keine so gute Vorbereitung und kam über zwei Unentschieden beim Mekong Cup nicht hinaus.

Aber auch die Gastgeber aus Sukhothai haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Mit der Ankunft von Trainer Makmul verließen einige Stützen das Team und im Supercup setzte es gegen Muang Thong eine herbe 5:0-Klatsche. Mit John Baggio und Bireme Diouf und den eigenen Fans im Rücken sollte es aber trotzdem knapp für einen Sieg reichen.

In Anbetracht des kommenden Gegners wäre es aber vielleicht nicht das Schlechteste, Yadanaborn das Vorrecht auf eine derbe Niederlage zu lassen. Denn in der 2. Runde der Qualifikation wartet Shanghai SIPG. Das wird von André Villas-Boas trainiert und gab gerade erst für 71 Millionen Euro für Oscar aus. Dazu kommen Hulk, Elkeson und ein paar chinesische Nationalspieler. Natürlich will kein Spieler und kein Team gerne verlieren. Aber ein zu erwartendes 10 bis 15:0, nimmt man die Leistung von Sukhothai gegen Muang Thong zum Maßstab, kann auch keiner wollen.

Mano Pölking

Mano Pölking
Bild: © thai-fussball.com

Etwas optimistischer schaut das Ganze schon für den anderen Vertreter Thailands in der Quali, Bangkok United, aus. Die Bangkok Angels treffen am Dienstag auf den Meister Malaysias und AFC Cup Sieger von 2015, Johor Darul Ta'zim. HIer haben die Mannen um Mano Pölking vielleicht mehr zu verlieren als gegen Gamba Osaka, das in der nächsten Runde warten würde.

Johor gilt neben Muang Thong und Buriram United als eines der Topteams in Südostasien und der amtierende thailändische Meister Muang Thong, tat sich 2016 sehr schwer gegen Johor in der Qualifikation und musste bis in das Elfmeterschießen. Allerdings hat Johor gerade seinen Erfolgstrainer der letzten beiden Jahre, Mario Gómez, entlassen. Sein Nachfolger ist der Mexikaner Benjamin Mora, der zuletzt die 2. Mannschaft von Johor betreute. Viel Änderungen am System dürfte es daher bei den Gästen nicht geben.

Das gab auch Bangkok United's Trainer Pölking auf der Pressekonferenz zum Besten: "Es ist der gleiche Kader, und sie konnten nicht viel ändern" so der 40-Jährige. Noch vor einem Jahr war Tawan Sripan neu bei Muang Thong und die Mannschaft musste sich erst finden. Bei der Elf von Pölking ist dies nicht der Fall. Sie ist größtenteils seit 2015 in der jetzigen Form zusammen und eingespielt. In anderen Worten, auch 2017 wird Pölking seine Elf in einem 3-4-3, Offensivfußball spielen lassen. Die Schwächen liegen aber nach wie vor in der Abwehr. Dort verstärkte man sich mit dem Portugiesen Yohan Tavares. Der jedoch nicht für die Qualifikation gemeldet wurde. Er zog sich eine Muskelverletzung zu und schien der Abwehr ohnehin nicht wirklich einen Halt zu geben.

Beim Interleague Cup vergangene Woche demonstrierte Bangkok United erneut eindeutig sein Dr. Jekyll und Mr Hyde Gesicht. Mit einer B-Elf unterlag man zunächst Yokohama, um nur zwei Tage später den japanischen Meister Kashima mit 4:3 zu schlagen. Dabei lag man bereits nach 40 Minuten mit vier Toren in Führung.

Die beiden Ergebnisse jedenfalls machen Mut und Appetit auf den möglichen, kommenden, Gegner aus Osaka. Eine 9:0-Niederlage, wie sie der FC Chonburi letztes Jahr gegen den FC Tokyo erlitt, steht zumindest nicht zu befürchten. Ein Weiterkommen Bangkok Uniteds wäre erwünscht, und lässt den Freund des runden Leders schon jetzt freudig vorausschauen.

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