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Aus für Olympia 2016, Sathongwien und Lamsam

Frauen Nationalmannschaft Sathongwien (li.) und Lamsam (mi.)

Nicht mehr länger auf einer Bank
Bild: © thai-fussball.com

Thailands Frauennationalmannschaft hat mit einer Niederlage gegen Vietnam in der Qualifikation zu Olympia nicht nur seine Chancen auf ein Ticket für Rio 2016 verloren. Sondern auch Trainer und Managerin.

Nach dem Gewinn der SEA-Games 2013 und der AFF-Meisterschaft 2015, der WM-Teilnahme in Kanada und dem damit einhergehenden Status als Nr. 1 der Region sind wohl auch die Ansprüche an sich selbst gestiegen. Viel anders lässt sich der Rücktritt von Trainerin Trainiern Nuengruethai Sathongwien nach der entscheinden Niederlage gegen Vietnam kaum erklären. Sie hat wie es so schön heißt, Verantwortung für das, durchaus etwas überraschende, Scheitern übernommen.

Natürlich galt die 2. Runde mit den beiden lokalen Rivalen aus Myanmar und Vietnam, plus Taiwan und Jordanien als kein einfaches Unterfangen, geschweige denn als Selbstläufer. Doch nach dem souveränen 2:1 gegen den Gastgeber aus Myanmar vor gut 20.000 Zuschauern schien man in der Spur zur dritten und letzten Runde im nächsten Jahr in Japan. Nach einem knappen 1:0-Sieg gegen Jordanien, der bei besserer Chancenverwertung hätte höher ausfallen können, folgte ein torloses Remis gegen Taiwan, das so sicher nicht eingeplant war.

In der letzten Partie gegen Vietnam musste also ein Sieg her um eine Runde weiterzukommen. Die 0:2-Niederlage aber zerstörte alle Träume von Rio 2016 oder zumindest die von der dritten und letzten Runde, in welcher die Top-4 Asiens gewartet hätten. Im letzten Jahr gewannen die Thailänderinnen gegen den Erzrivalen und fuhren zur WM. Nun fährt Vietnam nach Japan. Mal gewinnt man, mal verliert man. Und Partien gegen Myanmar und Vietnam sind immer eine Angelegenheit, die entweder in die eine oder andere Richtung ausschlagen kann. Dennoch erklärte Sathongwien direkt nach der Niederlage gegen den Nachbarn und dem damit verbunden Scheitern, ihren Rücktritt.

Das nur einen Tag später Managerin Nuanphan Lamsam, aka Madame Pang, ebenfalls ihren Rücktritt erklärte war eine weitere Überraschung. Seit 2009 leitete sie die Geschicke der Nationalelf und investierte dabei nach eigenen Angaben gut 100 Millionen Baht (~ 2.5 Mio Euro). Ihren Rücktritt begründete sie in einer ausführlichen Stellungnahme vor laufenden Kameras, wie schon Trainerin Sathongwien damit, Verantwortung für das Scheitern übernehmen zu wollen. Hinzu kämen gesundheitliche Probleme. Erst vor wenigen Wochen wurde sie musste sie deswegen ein Krankenhaus aufsuchen.

Hinzu kommt aber sicherlich auch noch ihre Aufgabe als Chefin des Thai Premier League Vereins Port FC, und demnächst der Vorsitz der Frauenliga, die ab Oktober wieder an den Start gehen soll.

Die Nationalmannschaft geht damit interessanten Zeiten entgegen. Lamsam war fast durchweg bei der Mannschaft beliebt und hat mit ihrem Arrangement in den vergangenen sechs Jahren viel bewegt. Trainerin Sathongwien war die erste Trainerin in der Geschichte der Frauenelf und war zuvor erfolgreiche Vereinstrainerin. Beide dürften nur schwer ersetzbar sein. Von der Summe welche nach Madame Pang eigenen Angaben investiert hat, ganz zu schweigen.

Das Interesse des Verbandes scheint nach der WM ebenfalls etwas abgekühlt. Von einer Bewerbung für Frauen-WM 2023 ist aktuell keine Rede mehr. Zur Vorbereitung auf die nun abgeschlossene Runder der Qualifikation zu Olympia 2016 weilte man nur 2 Wochen im verbandseigenen Trainingszentrum in Nong Chork. Ohne ein wirkliche nennenswertes Testspiel bestritten zu haben. Vietnam hingegen bereitete sich 2 Wochen in Japan vor.
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