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AFF Suzuki Cup 2014 - Thailand im Halbfinale

AFF Suzuki Cup Charyl Chappuis

Wird immer besser - Chappuis
Bild: © thai-fussball.com

Thailand und die Philippinen stehen nach den ersten beiden Gruppenspielen des AFF Suzuzki Cup bereits im Halbfinale. Laos ist nach nur zwei Spielen schon aus dem Turnier, während der Rest noch um den Einzug in Runde der Letzten 4 kämpft.

Thailands Auftakt in das Turnier unter dem neuen Trainer der A-Mannschaft, Kiatisuk Senamuang, verlief wie gemalt. Schon nach neun gespielten Minuten in der Auftaktpartie gegen Titelverteidiger Singapur konnten sich die Thais über den ersten Treffer freuen als Mongkol Tossakrai (Army United) den Ball über die Linie beförderte. Die anfängliche Skepsis ob der Aufstellung, die nur auf zwei Positionen im Vergleich zum 3:0-Testspielerfolg gegen Neuseeland verändert war, verflog so schnell, wie sie wieder kam.

Der immer wieder brandgefährliche Khairul Amri sorgte nach 20 Minuten für den Ausgleich und ab da verflachte das Spiel Thailands zusehends. Erst zu Mitte der zweiten Halbzeit änderte sich mit den Hereinnahmen von Adisak Kraisorn und Chanathip Songkrasin daran etwas. In dem ausgeglichenen und mit Spannung erwarteten Spiel präsentierte sich Singapur weitaus besser als erwartet und ein Unentschieden, mit dem man eigentlich schon rechnete, wäre sicher auch verdient gewesen. Wäre da nicht das Handspiel von Safuwan Baharudin, kurz vor Schluss, im Strafraum gewesen. Charyl Chappuis verwandelte den fälligen Elfer (89.) zum 2:1-Auftaktsieg.

Im zweiten Gruppenspiel gegen das bis dahin torlose Malaysia überraschte Thailands Trainer erneut. Abwehr runderneuert und Wirbelwind Chanathip für den angeschlagenen Tossakrai rein. Sowie Masuk für Deeprom. Das roch schon sehr nach Offensive. Einzig Kirati wollte da nicht so recht reinpassen. Auch diesen Fehler korrigierte Kiatisuk Senamuang, kurz 'Zico', schnell und rechtzeitig. Noch kurz vor der Halbzeit musste der Stürmer in Diensten von Absteiger PTT Rayong den Platz verlassen und es kam Adisak Kraisorn. Kaum auf dem Platz brauchte er nur ein paar Sekunden, um zum Halbzeitstand von 1:1 auszugleichen.

Thailands Nationalmannschaft ist nicht gerade dafür bekannt Rückstände noch in einen Sieg zu wandeln. Insofern kann das Spiel gegen Malaysia schon als etwas Besonderes angesehen werden. Nach der zwischenzeitlich erneuten Führung Schlug erst Charyl Chappuis zurück ehe Adisorn in der 89. den Siegtreffer erzielte.

Bei allen drei Toren konnte man sehen, was eigentlich in dieser Mannschaft steckt und von ihr vielleicht in Zukunft erwartet werden kann. Immerhin sollte man nicht vergessen, dass das Durschnittsalter der beiden ersten Partien bei 24 Jahren lag. Was Chanathip teilweise gegen Malaysia veranstaltete war schon bockstark. Er sieht, ahnt inzwischen, wo seine Mitspieler sind. In der Box behält er die Ruhe und dribbelt Abwehrspieler auf einem Bierdeckel aus. Auch scheint er schussstärker geworden zu sein.

Sicher ist es oft auch noch der kleine verspielte "Messi Jay" der sich gern mal festläuft. Aber wer war mit 21 Jahren schon perfekt? Malaysias Trainer Dollah meinte nach der Partie dass Chanathip eher kein Messi sei. Eher ein Iniesta. Mit dem Vergleich wird der thailändische Zwerg von 1.60, und Beinen wie Littbarski sicher auch leben können. Ebenfalls starke Leistungen bisher zeigten auch Charyl Chappuis, Sarach Yooyen und Nationalmannschaftsneuling Prakiit Deeprom.

Für Thailand geht es im letzten Gruppenspiel am Samstag darum, den Gruppensieg mit einem Dreier gegen Myanmar zu untermauern. Nicht zuletzt, da man als Gruppenerster das Rückspiel des Halbfinals zu Hause austragen darf. Das Heimspiel im Halbfinale, und eines möglichen Finals, wird im Übrigen im Rajamangala-Stadion ausgetragen werden. Eine sehr traurige Entscheidung des Verbandes. Bedenkt man, dass ein volles Supachalasai mit 20.000 eine weitaus bessere Atmosphäre in den Bangkoker Abendhimmel zaubern würde als die gleiche Anzahl an Zuschauern in der großen Schüssel. Von der Anreise ganz zuu schweigen.

In der Gruppe A haben sich völlig überraschend, die Philippinen unter Tom Doolley, als Erste für die Runde der Letzten 4 qualifizieren können. Den Azkals gelang dabei das Kunststück, Indonesien mit 4:0 zu besiegen. Ein historisches Ergebnis für den Fußballzwerg. Es war der Erste in der Geschichte der Nationalelf. Noch 2002 unterlagen die Philippinen ihrem Gegner vom Dienstag mit 1:13.

Am Freitag wird es denn auch zum Showdown zwischen den Philippinen und Gastgeber Vietnam kommen. Um sich sicher eine Runde weiter zu sein, braucht Vietnam unbedingt einen Punkt. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass Indonesien Laos mit einer Packung nach Hause schickt. Aber es ist Südostasien. Da weiß man nie. Zudem hat Vietnam noch eine Rechnung mit den Azkals von 2010 offen. Als der Außenseiter den Favoriten mit 2:0 auf eigenem Boden besiegen und erstmals ins Halbfinale einziehen konnte.
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