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AFF Cup: Thailand auf Kurs

Thai Nationalmannschaft Thailand - Singapur

Thailand - Singapur
Bild: © @co1982md

Nach dem 2:2 in der WM-Qualifikation gegen Australien ging Thailand mit viel Rückenwind die 11. Ausgabe des AFF Cup. Nach zwei Spielen und sechs Punkten hat der Titelverteidiger das Halbfinale bereits in der Tasche.

Über eine Niederlage in der WM-Quali vor einer Woche hätte sich Australien nicht beschweren können. Abgesehen von den ersten Minuten hatte Thailand das Spiel im Griff und war vor allem in der zweiten Hälfte überraschend gut. Die Socceroos kamen durch einen fragwürdigen Elfer zum Ausgleich. Keine Zeitlupe konnte wirklich aufklären ob Siroch den Gegenspieler wirklich am Trikot hielt. Nur die Geste des Schiedsrichters legt dies nahe.

Die, inzwischen, zumindest theoretisch, fast aussichtslose Qualifikation zur WM in Russland im Sinn, war aber auch schon die Titelverteidigung des AFF Cup im Kopf. Und nach dem ersten Punkt in der Quali, und dank der guten Leistung, konnten die Thais diese auch mit Rückenwind angehen.

Seine Favoritenrolle unterstrich Thailand gleich im Auftaktspiel gegen Indonesien, das dank der Aufhebung der Sperre der FIFA, wieder am internationalen Fußball und somit an der Südostasienmeisterschaft teilnehmen darf.

Thailand spielte sein Spiel und ging schon nach fünf Minuten durch Peerapat in Führung. Thailands. Das Aushängeschild im Sturm, Teerasil Dangda sorgte dann in der 36. für die 2:0-Pausenführung. Alles gut bis dahin und man konnte bereits über die Höhe des Sieges spekulieren. Aber vielleicht war eben auch genau dies das Problem. Die Thais fühlten sich sicher und überlegen und schalteten einige Gänge zurück. Teilweise sah es nach Trainingsmodus aus, in dem man sich bewegte.

Indonesien, das bereits zum dtitten Mal von dem Österreicher Alfred Riedl trainiert wird, konnte nach einem Doppelschlag binnen drei Minuten ausgleichen. Glücklicherweise fand die Elf von Kiatisuk Senamuang, die im Gegensatz zu der Partie gegen Australien mit einer Viererkette in der Abwehr auflief, danach wieder in die Spur fand und dominierte. Teerasil, mit zwei weiteren Toren, in der 79. und in der 94. machte den Sieg perfekt.

Das 4:2 gegen Indonesien markierte zugleich einen besonderen Meilenstein in der Geschichte des Wettbewerbs. Thailand ist damit seit der ersten Ausgabe des AFF Cup, 1996, in seinem Eröffnungsspiel, ungeschlagen. Durch seinen Hattrick zog Teerasil Dangda zudem mit seinem Trainer gleich. Beide haben jetzt turnierübergreifend, 12 Tore auf dem Konto. Thailändischer Top-Torschütze beim AFF Cup ist allerdings Worawoot Srimaka, der insgesamt 15 Treffer vorweisen kann.

Die Zweite Partie gegen Singapur war ein endloses Geduldspiel. Der Gegner aus dem Stadtstaat hatte, wie schon in seiner Auftaktpartie gegen die Philippinen den sprichwörtlichen Bus geparkt. Und es bedurfte den Thais 89 Minuten um darin, in Form von Sarawut Mausk, endlich ein Loch zu finden. Unter dem Strich stand am Ende ein Ballbesitzverhältnis von 70:30 für Thailand, das sich trotzdem nicht mit Ruhm bekleckert hatte. Vielleicht machten sich am Ende drei Spiele binnen einer Woche doch bemerkbar.

Wie dem auch so, als erste Elf, stand Thailand als Gruppensieger und Halbfinalist statt. Die Begegnung am Freitag gegen den Gastgeber der Gruppe A ist damit nur noch Makulatur. Interessant ist sie aber trotz allem. Aus deutscher Sicht. Neben Tom Dooley als Trainer, stehen in der Mannschaft der Azkals noch ein Schweinfurter (mit dem ex-Fürther Stephan Schröck), ein Hamburger, ein Kölner und mit den Ott-Brüdern, zwei gebürtige Münchner im Kader.

In der Gruppe B steht Vietnam nach zwei Spieltagen bereits als Einziger bisher als Halbfinalist fest. Gegen Kambodscha am letzten Spieltag der Vorrunde gilt es nun den Gruppensieg perfekt zu machen und damit einem möglichen Duell mit Thailand im Halbfinale auf dem Weg zu gegen.

Sowohl Thailand als auch Vietnam wussten bisher zu überzeugen und vieles deutet darauf hin, dass es zu einer Neuauflage des Finals von 2008 kommt. Vietnam konnte damals seinen bisher einzigen Titel erringen. Durch ein Tor in der Nachspielzeit. Für die Thais könnte dies eine willkommene Gelegenheit sein, sich für die Niederlage von damals zu rächen.
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