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AFC Cup: Traum vom Finale für Chonburi in weiter Ferne

AFC Cup

Bild: © thai-fussball.com

Das "Finale Dahoam" im AFC Cup, ist für den FC Chonburi nach dem Viertelfinal-Hinspiel gegen den syrischen Vertreter Al-Shorta in weite Ferne gerückt.

1:2 prangte es nach Schlusspfiff von der Anzeigetafel im weiten Rund des Chonburi Stadions. Knapp 90 Minuten zuvor hatte die Stimmung am Ort des Geschehens, schon ihren Höhepunkt erreicht gehabt. Chonburi in Gestalt von Thiago Cunha nutzte den ersten Torschuss der Partie zur 1:0-Führung für die Gastgeber. Da waren gerade drei Minuten gespielt. Es soll schon Begegnungen gegeben haben, da war eine so frühe Führung eher Gift für das Spiel der Mannschaft, die in Führung ging. Für Chonburi traf dies aber nur bedingt zu. Denn fast die komplette Spielzeit über waren die Sharks überlegen und erspielten sich eine Chance nach der anderen.

Doch was nützt es wenn die Gäste die wenigen sich bietenden Gelegenheiten nutzen und die Abwehr der Sharks wie Statisten aussehen lässt? So geschehen in der 39. Minute. Gut 30 Meter war Al-Shorta vom Tor des FC Chonburi entfernt, und nach 7 Ballberührungen im Tiki-Taka-Sil, das der spanischen Nationalelf zur Ehre gereicht hätte, war der Ball im Netz zum Ausgleich. Vor allem Diakite in der Zentrale sah hier sehr schlecht, wenn nicht gar hüftsteif aus. Nur fünf Minuten später umringt von drei Abwehrspielern, konnte der Brasilianer Geílson tun und lassen was er wollte und schob zum Endstand ein.

Chonburi warf nach der Pause alles nach vorne, hatte Chancen für mehrere Spiele. Aber entweder fand sich immer wieder ein Abwehrspieler von Al-Shorta der sich in den Weg warf, oder es fehlte schlicht am "Zielwasser". Für die Syrer war es am Ende natürlich ein dankbares Spiel, da man sich ausschließlich auf das Verteidigen konzentrieren konnte und auch wollte. Was ihnen aber nicht zu verübeln war.

Auf der anschließenden Pressekonferenz hatte der Chonburi Coach dann auch keine warmen Worte für seine Spieler übrig. Einzig Thiago Cunha wurde lobend erwähnt. "Unsere Leistung war inakzeptabel und ich bin wirklich schockiert über das Ergebnis. Der Einzige, der einen guten Job gemacht hat, war Thiago Cunha. Nur er. Alle anderen haben versagt." Wieder einmal ungewöhnlich deutliche Worte für einen thailändischen Trainer. Wenngleich man dies inzwischen, zumindest von Withaya Laohakul, gewohnt ist.

Für Chonburi war dies nun bereits der dritte Anlauf eine Viertelfinalpartie des AFC Cup im eigenen Stadion gewinnen zu können. Sowohl 2009 als auch 2011 schied man am Ende aus. Somit, und wie das Hinspiel verlaufen ist, steht auch das Rückspiel unter keinem guten Stern. Ein ähnlicher taktischer Verlauf wie am Dienstag ist auch für nächste Woche zu erwarten.

Hoffnung kann Chonburi aber aus der Partie vom letzten Jahr, gegen Nasaf Karschi, ziehen. An gleicher Stelle und ebenfalls im Viertelfinale wurde mit 0:1 verloren. Im Rückspiel wurde der Rückstand wettgemacht und der spätere AFC Cup Sieger immerhin in das Elfmeterschießen gezwungen.

Ein weiterer möglicher Pluspunkt. Al-Shorta muss sein Heimspiel, geschuldet den politischen Unruhen im eigenen Land, am 26. September in Jordanien austragen. Eine fanatische Heimkulisse dürfte da also nicht zu erwarten sein.
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