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ACL 2016: Buriram United zum Auftakt gegen den FC Seoul

AFC Champions League Diogo

Diogo bleibt
Bild: © Thananuwat Srirasant

Nachdem sowohl der FC Chonburi als auch Muang Thong United an der Vorrunde der Champions League gescheitert sind, ist es nun erneut am thailändischen Meister, Buriram United, in der Gruppenphase die Kastanien aus dem Feuer zu holen.

Die Situation ist nicht neu. Auch 2016, wie in den beiden Jahren zuvor, wird der Abo-Meister Buriram United der einzige Vertreter Thailands in der Gruppenphase der AFC-Champions-League sein. Das letzte Mal, dass Thailand zwei Vertreter in der Gruppenphase hatte, war 2013. Dem Jahr vor der bis dahin, letztmaligen Reform des Königswettbewerbes.

Mit einer 0:3-Niederlage gegen die Millionentruppe von Shanghai SIPG, trainiert von Sven-Göran Eriksson zog sich die Elf von Tawan Sriphan aber noch recht achtbar aus der Affäre. Sein ehemaliger Nationalmannschaftskollege Therdsack Chaiman hingegen erlebte bei seinem ersten Spiel als Trainer in der Champions League ein Debakel. Der FC Chonburi ging beim 4. der abgelaufenen J.League-Saison mit 0:9 mehr als nur baden. Neuzugang Rodrigo Vergilio sorgte mit Eigentor nach sechs Minuten für den frühen Rückstand. Drei Minuten später stand es bereits 0:2. Vor gut 10.000 Zuschauern war da für die Sharks im Ajinomoto-Stadion zu Tokyo schon nicht mehr viel zu retten.

In der Gruppenphase folgt nun Auftritt von Newin Chidchob und seiner Elf. In der Gruppe F bekommt es Buriram United hier mit durchaus bekannten Gegnern zu tun. Auf den FC Seoul traf man 2013 in der Gruppe und trennte sich jeweils 2:2 und 0:0-Unentschieden. Gegen den chinesischen Vertreter Shandong Luneng trat man ein Jahr später zweimal an (1:1 und 1:0).

Beim Vierten, der letzten K League Classic Saison spielt inzwischen Osmar Barba, der von Buriram United nach Korea wechselte und dort ebenso, wie schon zu Zeiten in Thailand, Kapitän der Elf von Trainer Choi Yong-soo ist. Er war 2013 bei beiden Gruppenspielen ebenso dabei wie Dejan Damjanović, der nach zwei Jahren in China, in die koreanische Metropole zurückgekehrt ist.

Shandong Luneng, aus der Liga des neuen Geldadels Asiens, der Chinese Super League, hat sich neben einem neuen Trainer, Mano Menezes, auch noch den Brasilianer Gil für 10 Millionen Euro von Corinthians gegönnt. Der Abwehrspieler bestritt zwischen 2013 und 2015 immerhin 182 Spiele für den brasilianischen Klub. Im Angriff spielt Aloísio ein weiterer Brasilianer, auf den es zu achten gilt. In 55 Spielen in China traf er 32 mal. Sein Gegenüber bei Buriram, Diogo, hat allerdings eine gleich noch bessere Quote vorzuweisen. Der Torschützenkönig, der abgelaufen Thai Premier League Saison, bringt es immerhin auf 33 Treffer in 32 Partien. In nur einer Saison.

Um den Kor Royal Cup herum, den Buriram mit 3:1 gegen Muang Tong am letzten Wochenende gewann, gab es um den Stürmer leichte Aufregung. Buriram lag, nach unseren Informationen, ein Angebot für Diogo von 3 Millionen Euro vor. Dieses kam, wie sollte es dieser Tage anders sein, aus China. Der Meister lehnte das Angebot aber ab, auch weil Diogo bereits für die Gruppenphase gemeldet war.

Auch sonst scheint bei Buriram - fast - alles in Butter. Der Dauermeister Thailands hat seine Mannschaft ohnehin ganz auf die Champions League ausgerichtet. Weshalb es in der heimischen Liga auch das FC Bayern-Phänomen zu beobachten gibt. Sportlich national allen davon geilt, gilt es längst die Meisterschaft und alle anderen nationalen Titel im Vorbeigehen, mitzunehmen. Was zählt, ist allein die Qualifikation zur asiatischen Köngsklasse und der Traum, als erster thailändischer Verein nach dem Thai Farmers Bank FC 1996, die Champions League gewinnen zu können.

Der Brasilianer André Moritz, Neuzugang bei Buriram von Pohang Steelers/Mumbai CIty, wurde vom Verein aus dem Nordosten Thailands dieser Tage entlassen. Für ihn wurde der Koreaner Kim Seung-yong verpflichtet, der 2012 mit Ulsan Hundai die Champions League gewann. Moritz war aber eh nicht für den Wettbewerb gemeldet. Mit Kaio, Diogo, Tunez und Go Seul-ki ist das Ausländerkontingent an registrierten Spielern ohnehin voll ausgeschöpft.

Der dritte Gegner von Buriram in der Gruppe F ist der japanische Meister Sanfrecce Hiroshima. In seinen Reihen stehen der Ex-Lauterer Mihael Mikić und Peter Utaka. Letzterer traf 2014 in der Vorschlussrunde für Beijing Guoan gegen den FC Chonburi. Über die Station Shimizu S-Pulse ist der, inzwischen 32 Jahre alte Stürmer aus Nigeria beim Meister gelandet.

Alles in allem eine harte Gruppe für Buriram United. Rein vom Papier her dürfte es schwer werden, das Achtelfinale zu erreichen. Möglicherweise wird man am Ende vielleicht Dritter und verpasst den Einzug in die K-O.-Runde nur knapp.

Buriram könnte sich dabei eventuell sein eigenes "Gruppen-Grab" schaufeln. Denn seit der Reform 2014, zählen Siege und Unentschieden und fließen in eine 4-Jahreswertung ein. Diese Startplätze für 2017 werden nach der neuen Formel, Ende 2016, für die kommenden zwei Jahre, neu vergeben.
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